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Stuttgart

Detzer: Heimatbegriff nicht den Rechten überlassen

Die Grünen-Landesvorsitzende Sandra Detzer hat dazu aufgerufen, den Heimatbegriff nicht «nationalistischen, rückwärtsgewandten Kräften» zu überlassen.

10.02.2018

Von dpa/lsw

Sandra Detzer (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Sebastian Gollnow/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. CSU-Chef Horst Seehofer will sich als künftiger Bundesinnenminister in einer großen Koalition auch um die Bereiche Heimat und Bau kümmern. In der Debatte über den Umgang mit Flüchtlingen etwa dürfe der Heimatbegriff nicht zum «Kampfbegriff «wir» gegen «die»» werden, sagte Detzer der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

«Ein explizites Heimatministerium hat dann eine Berechtigung, wenn es sich um den Grundgesetzauftrag der gleichwertigen Lebensverhältnisse kümmert. Dazu gehört insbesondere, dass wir Städte und Kommunen bunt und lebenswert halten, aber vor allem dem ländlichen Raum Zukunftsperspektiven bieten.» Ein Heimatministerium, das sich nur um Abschiebungen und das Ausspähen von Bürgern kümmere, hätte seinen Sinn verfehlt, sagte die Grünen-Politikerin. «Die CSU hatte eigentlich mal ein gutes Gespür für den ländlichen Raum. Ich bin gespannt, ob Horst Seehofer den populistischen Sheriff in sich in den Griff bekommt und sich den wirklichen Herausforderungen stellt.»

Zwei Bundesländer haben bereits Ministerien mit der Bezeichnung Heimat: in Bayern ist es seit 2014 beim Finanzministerium angebunden, in Nordrhein-Westfalen wird das Wort seit 2017 sogar als erstes im Titel geführt: «Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung». Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte unter anderem in seiner Neujahrsansprache die Bedeutung von Heimat betont.

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Erstellt:
10. Februar 2018, 16:41 Uhr
Aktualisiert:
10. Februar 2018, 09:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2018, 09:20 Uhr

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