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Syrien

Desaster mit Ansage

15.10.2019

Von ELLEN HASENKAMP

Ellen Hasenkamp Foto: MMH

Berlin. Zehntausende Menschen auf der Flucht, Dutzende getötet, hunderte Kämpfer der Terrormiliz IS frei: All diese Nachrichten sind ebenso furchtbar, wie sie vorhersehbar waren. Was sich in diesen Tagen im Norden des kriegsverheerten Syrien abspult, ist ein Desaster mit Ansage. Alles, was nach dem überstürzten Rückzugsbefehl von US-Präsident Donald Trump an Schrecken prophezeit wurde, trifft nun ein. Politisches Chaos inklusive.

Die von aller Welt verlassenen Kurden wenden sich in ihrer Not wieder dem syrischen Despoten Baschar al-Assad zu, der lässt seine Truppen Richtung türkisches Militär aufmarschieren, Russland versucht derweil, durch geschicktes Lavieren seinen Einfluss in der Region auszubauen. Die daran Schuldigen stehen hierzulande fest: der irrlichternde Trump und der skrupellose Erdogan. Entsprechend richten sich Appelle und Anrufe an Washington und Ankara. Was aber ist eigentlich mit der EU, in deren Nachbarschaft sich das Ganze ja abspielt und die so gerne Weltpolitik betreiben möchte? Die „verurteilt“ mal wieder, kann sich aber nicht einmal auf ein Waffenembargo gegen die Türkei einigen. Weltpolitik ist das nicht.

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Erstellt:
15. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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