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Der wichtigste Imam
Bedeutende Stimme: Groß-Imam Ahmed Mohammed al-Tayyeb. Foto: dpa
Zur Person · Ahmed Mohammed al-Tayyeb

Der wichtigste Imam

Der ägyptische Groß-Imam Ahmed Mohammed al-Tayyeb besucht Deutschland. Sein Wort hat Gewicht in der ganzen muslimisch-sunnitischen Welt.

16.03.2016
  • MEY DUDIN, EPD

Gibt es in Ägypten etwas zu feiern, sind die religiösen Würdenträger dabei. Unter den Ehrengästen sitzen dann - nebeneinander - der Koptenpapst Tawadros II. und der Groß-Imam der sunnitischen Institution Al-Azhar, Scheich Ahmed Mohammed al-Tayyeb. Der eine repräsentiert geschätzt acht Millionen orthodoxe Christen in Ägypten, der andere die rund 80 Millionen Sunniten des Landes.

Al-Tayyebs Einfluss reicht weit über Ägypten hinaus, denn Al-Azhar ("Die Leuchtende") gilt als höchste Autorität im sunnitischen Islam, dem 85 bis 90 Prozent der rund 1,6 Milliarden Muslime weltweit angehören. Zu Al-Azhar gehören eine Moschee und eine Universität. Bis heute wird der Groß-Imam auf Lebenszeit vom Staatspräsidenten ernannt. Kritiker sahen in Al-Azhar deshalb ein Werkzeug der Machthaber in Kairo zur religiösen Legitimierung seiner Politik.

Al-Tayyeb (70) ist 2010 vom damaligen Staatspräsidenten Husni Mubarak berufen worden. Der Theologe und Philosoph, der früher unter anderem auch im saudi-arabischen Riad, in Islamabad und in Paris wissenschaftlich gearbeitet hat, gilt als ruhig und moderat. Er sieht es als seine Aufgabe, die tolerante Seite des Islam zu präsentieren. Er fordert Respekt gegenüber Nicht-Muslimen und steht für Glaubensfreiheit ein. Als wenige Monate nach seiner Ernennung der "Arabische Frühling" ausbrach und Mubarak gestürzt wurde, hielt sich der Groß-Imam mit politischen Äußerungen zunächst zurück, missbilligte die gewalttätigen Proteste aber eher. Heute nimmt Präsident Fattah Abdel Al-Sissi die ehrwürdige Al-Azhar in die Pflicht. Er fordert deren Repräsentanten auf, den Islam zu erneuern, ihn von "fehlerhaften Ideen" zu befreien, die zum Terrorismus führten.

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16.03.2016, 08:30 Uhr
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