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Getränke

Der sprudelnde Design-Klassiker

Die Perlenflasche wird 50. Sie ist zeitlos elegant, wirtschaftlich und schont obendrein die Umwelt.

23.08.2019

Von DPA

Seit 50 Jahren der Klassiker: Die Perlenflasche. Foto: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser

Düsseldorf. Sie ist vielleicht nicht so kultig wie die klassische Coca-Cola-Flasche, aber in Deutschland ähnlich allgegenwärtig: Die Perlenflasche fürs Mineralwasser. So gut wie jeder Verbraucher hat die Mehrwegflasche mit der markanten Taille und den 230 charakteristischen Perlen auf der Oberfläche, die an Kohlensäure erinnern sollen, schon in der Hand gehabt. Denn in ihr wird ein Großteil des Sprudels und der Limonaden in Deutschland verkauft – seit fast 50 Jahren.

Am 28. August 1969 beschlossen 142 Vertreter der Mineralbrunnenbranche, die vom Designer Günter Kupetz entworfene Flasche als gemeinsame Poolflasche einzuführen. Die „Brunneneinheitsflasche“ sollte eine moderne Alternative zu den 300 verschiedenen Flaschentypen sein und helfen, die Leergutsortierung in den Griff zu bekommen.

Und das klappte erstaunlich gut. Allein der Klassiker, die 0,7-Liter-Glas-Perlenflasche, wird derzeit von rund 200 Mineralbrunnen-Unternehmen eingesetzt. Schon seit 1996 gibt es die Perlenflasche zusätzlich in einer Kunststoffversion als PET-Mehrwegflasche. Insgesamt wurden bis heute rund 5,5 Mrd. Perlenflaschen hergestellt. Aufrecht aufeinandergestapelt würden sie weiter als bis zum Mond reichen.

Für Olaf Tschimpke, den Präsidenten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), ist die Flasche „ein Symbol dafür, wie Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit zusammengedacht werden können“. Denn die Perlenflasche ist auch umweltfreundlich. Das Leergut kann zum nächstgelegenen Mineralbrunnen gebracht werden. Die Glasflaschen werden bis zu 50 Mal, die aus PET bis zu 25 Mal wiederbefüllt.

Doch ganz spurlos ist die Zeit auch an der Perlenflasche nicht vorbeigegangen. Inzwischen ist in der Branche der Ruf nach einer moderneren und vielleicht auch wertiger anmutenden Flasche laut geworden. Für Perlenflaschen-Müde brachte die Genossenschaft Deutscher Brunnen 2017 eine neue, zusätzliche Flaschenfamilie auf den Markt, die mit ihrer klaren Form eher dem Zeitgeist entspricht – mit den prosaischen Namen N1, N2 und N3. Die neuen Pool-Flaschen werden bereits von 14 Marken genutzt und mehr wollen folgen. Andere Mineralbrunnen wie Gerolsteiner und Adelholzener setzen lieber auf individuelle Flaschenformen – wohl auch aus Marketinggründen.

Für einen Abgesang auf die Perlenflasche wäre es aber wohl doch zu früh. Wegen ihrer Wirtschaftlichkeit, aber auch wegen ihres Bekanntheitsgrades. Schließlich ergab eine Umfrage von TNS Emnid, dass 97 Prozent der Verbraucher in Deutschland die Perlenflasche mit Mineralwasser verbinden. Erich Reimann

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Erstellt:
23. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 06:00 Uhr

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