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Der letzte Bayer beim FC Bayern erhält weitere Konkurrenz
Im Nationaltrikot durfte Thomas Müller Spielpraxis sammeln, beim FC Bayern ist der Weltmeister derzeit nicht zufrieden. Foto: Eibner Foto: Eibner
Fußball

Der letzte Bayer beim FC Bayern erhält weitere Konkurrenz

Vom Weltmeister zum Edeljoker: Thomas Müller hadert mit seinem Los in München. Nun kommt mit Millionenmann James ein neuer Rivale.

08.09.2017
  • GEROLD KNEHR

Alle Augen werden am Samstag auf Sebastian Rudy und Niklas Süle gerichtet sein, wenn die beiden ehemaligen Hoffenheimer am Samstag (18.30 Uhr) mit dem FC Bayern München zum Bundesliga-Hit in Sinsheim antreten werden. Vorausgesetzt, Trainer Carlo Ancelotti lässt beide an ihrer bisherigen Wirkungsstätte spielen. Was bei dem Italiener, der sein Team gerne mal ich umbesetzt, nicht sicher ist.

Thomas Müller, der zehnfache WM-Torschütze, weiß um die unberechenbare Rotationslust seines Coaches. Nach dem 2:0 bei Werder Bremen vor der Länderspielpause, als er lange Zeit auf der Ersatzbank saß, ist ihm der Kragen geplatzt. Er wisse nicht, welche Fähigkeiten der Trainer sehen will. Aber seine seien „scheinbar nicht hundertprozentig gefragt“, machte der im Verein zum Edelreservisten degradierte Weltmeister von 2014 seinem Unmut Luft.

Müller ist nach dem Karriereende von Philipp Lahm der letzte Bayer im engeren Kader des FC Bayern. Ein herzhaftes „Servus“ zur Begrüßung gibt es nur, wenn die zum erweiterten Aufgebot zählenden und in Bayern geborenen Nachwuchsleute Christian Früchtl, Niklas Dorsch, Fabian Benko oder Felix Götze im Training mitmischen dürfen. Die früher im Team so beliebten Schafkopf-Runden sind passé – mangels Partner, die dieses bayerische Kartenspiel beherrschen.

Kapitän Manuel Neuer ist einer, der Schafkopfen kann und seinem Teamkollegen – fußballerisch gesehen – in die Karten spielt. „Ich finde es okay, dass er spielen will – und das von Anfang an. Es ist okay, wenn einer Ansprüche an sich selbst hat und sie formuliert“, steht der Torhüter auf Müllers Seite.

Doch leichter wird es für den Oberbayern deswegen nicht. Im Gegenteil. mit dem genesenen Venezolaner James Rodriguez, den die Bayern auf Ancelottis Drängen für zehn Millionen Euro von Real Madrid ausgeliehen haben, bekommt Müller einen neuen Kontrahenten im Mittelfeld. Der 26-Jährige hat seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert und gilt wie auch der Spanier Thiago als ein Liebling des Trainers – was Müller nicht von sich sagen kann. Alle drei spechten auf die Position zehn.

In der vergangenen Saison war Thiago meistens im defensiven Mittelfeld eingesetzt worden. Dort glänzte zuletzt der zu Saisonbeginn von Hoffenheim zu den Münchnern gewechselte Sebastian Rudy. Der aus Villingen-Schwenningen stammende 27-Jährige stand in drei der letzten vier Münchner Pflichtspiele von Beginn an auf dem Platz – wovon Müller derzeit nur träumen kann. Und Rudy machte seine Sache richtig gut. „Sebastian ist ein grandioser Spieler. Sein Abgang und der von Niklas Süle haben uns wehgetan“, räumt der Hoffenheimer Kerem Demirbay vor dem Wiedersehen ein.

Auch Niklas Süle, der zweite Ex-1899-Profi in Münchner Reihen, bekam als Back-Up für den oft verletzten Jérôme Boateng bislang beim FC Bayern in der Bundesliga mehr als doppelt so viele Spielminuten wie Müller. Ihren ehemaligen Innenverteidiger könnten die Hoffenheimer morgen dringend gebrauchen. Denn mit Kevin Vogt und Benjamin Hübner fallen möglicherweise gleich zwei Defensivleute aus. Dennoch geht Julian Nagelsmann guten Mutes in den Hit gegen die Bayern. „Wir haben das Gefühl, dass wir sie ärgern können“, sagt der Hoffenheimer Trainer über die Münchner. Nicht nur er wird morgen ein besonderes Auge auf Thomas Müller haben – wenn er denn spielt.

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08.09.2017, 06:00 Uhr
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