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Pascal Wehrleins größter Wunsch

Der jüngste DTM-Champion aller Zeiten strebt Cockpit in der Formel 1 an

Pascal Wehrlein hat mit Mercedes souverän den ersten Triumph in der DTM eingefahren. Der 20-Jährige aus Worndorf drängt nun vehement darauf, den C63 AMG gegen den Formel-1-Boliden zu tauschen.

19.10.2015
  • MHA/DPA

Hockenheim Der Fußballverein stand beim Public Viewing im Vereinsheim Kopf, die Eltern fieberten auf Mauritius vor dem Fernseher mit. Die größte Show lieferte aber Pascal Wehrlein am Samstag selbst ab: Der jüngste DTM-Champion der Geschichte drehte nach seinem Triumph in Hockenheim - nur 240 Kilometer von seiner schwäbischen Heimat entfernt - mit seinem Mercedes-AMG C63 Donuts vor den Fans und ließ sich noch auf der Strecke auf dem Autodach stehend bejubeln.

Zeit zu genießen hat der gebürtige Sigmaringer aber kaum. Wenige Tage nach der zur Titelfeier ausgebauten Geburtstagsparty geht es schon weiter in die USA. Als Ersatzfahrer im Formel-1-Team von Mercedes hält er sich bereit, falls Nico Rosberg oder Lewis Hamilton nicht antreten können. "Mein Ziel ist die Formel 1. Wann das passiert und ob das passiert, das kann ich nicht sagen", sagte Wehrlein an seinem 21. Geburtstag. Hätte er jedoch einen Wunsch frei, "dann würde ich nächstes Jahr bei Mercedes in der Formel 1 fahren".

Wesentlich realistischer als ein Platz beim Konstrukteurs-Weltmeister ist für Wehrlein ein Stammcockpit bei Manor, einem zukünftigen Motorenkunden des schwäbischen Autobauers. Mit der Brechstange will Motorsportchef Toto Wolff eines der größten deutschen Talente aber nicht in die Formel 1 bekommen. "Es gibt verschiedene Alternativen. Aber wir werden nicht um jeden Preis den Pascal in so ein Auto pressen. Es muss auch gut sein", sagte Wolff und kündigte für die kommenden Tage Gespräche an.

Mit Rang acht im Samstags-Rennen hatte Wehrlein den ersten Fahrertitel für Mercedes in der DTM seit 2010 vorzeitig perfekt gemacht, gestern landete er dann nur noch auf dem 20. Rang. Der Meister-Rausch war wohl doch zuviel für eine konzentrierte Leistung im zweiten Rennen.

Wehrlein selbst musste sich auch noch an seine neue Bezeichnung gewöhnen. "DTM-Champion 2015, das hört sich am Anfang schon komisch an", erzählte er umringt von Journalisten. "Es ist auf jeden Fall ein Traum. Ich bin für Mercedes Champion geworden. Das kann mir keiner mehr wegnehmen."

Wehrlein hatte sich in dieser Saison kaum Patzer geleistet, kam bis zur entscheidenden Zieldurchfahrt am Samstag nur in zwei Rennen nicht in die Punkte und ließ sich auch durch den Funk-Skandal von Spielberg nicht beirren. Die Fehde mit Audi-Pilot Timo Scheider sei inzwischen erledigt, der Tagessieger vom Samstag habe ihm gratuliert und "mich umarmt, ich war ganz überrascht". Weder damit noch mit seinem ersten großen Titel wird sich Wehrlein wohl lange beschäftigen. Denn er sieht sich erst am Anfang einer langen Karriere.

Der jüngste DTM-Champion aller Zeiten strebt Cockpit in der Formel 1 an
Der vorerst größte Triumph: Pascal Wehrlein feierte seinen DTM-Titel mit dem Mercedes-Team ausgelassen. Doch der 20-Jährige blickte auch schnell nach vorn. Foto:dpa

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19.10.2015, 12:00 Uhr
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