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In den Schlagzeilen

Der Vermittler Frank Richter

Er habe eine rote Linie überschritten, sei quasi ein Moderator ohne Haltung. Doch ein Moderator - eben das will Frank Richter sein, auch wenn man ihn jetzt dafür geißelt, Pegida seine Räume für einen Presseauftritt geöffnet zu haben.

24.01.2015

Von HARALD LACHMANN

Im Grunde war das der katholische Priester immer, seit er sich im Herbst 1989 in brisantes politisches Geschehen mischte. So am Abend des 8. Oktober, als die Polizei in Dresden Hunderte Menschen eingekesselt hatte, die auf die durchrollenden Züge der Prager Botschaftsflüchtlinge aufspringen wollten. Da war er gerade 29, als er im schwarzen Talar mit einem Offizier verhandelte. Er hatte Erfolg, die Situation, entspannte sich. Meißener gründete die "Gruppe der 20".

Schnell lernte er, was durch Dialog möglich ist. Sein Credo als Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung: "Kommunikation kann schiefgehen. Nichtkommunikation geht schief."

Mithin wäre der Dialog mit denen, die zuvor nicht mit der "Lügenpresse" reden wollten, ohne ihn nicht möglich gewesen. Auch Kathrin Oertel hätte sich ohne ihn nicht in Jauchs Runde gesetzt. Richter teilt nicht ihre Sicht. Doch ihr offen zu widersprechen, hätte sich wohl mit seinem Moderatorenverständnis gebissen.

Setzt auf Dialog - auch mit Gruppen, deren Meinung er nicht teilt: Frank Richter. Foto: Getty

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Erstellt:
24. Januar 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Januar 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2015, 12:00 Uhr

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