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Politik

Der Verkehr belastet Millionen

Auf dem Mobilitätskongress der Metropolregion Stuttgart suchen Politiker, die etwa die Hälfte der Landesbevölkerung vertreten, nach den Nahverkehrsangeboten der Zukunft.

12.01.2019

Von DANIEL GRUPP

Fast die Hälfte der Einwohner des Landes und mehr als die Hälfte der Wirtschaftskraft – die „Europäische Metropolregion Stuttgart“ ist ein Schwergewicht im Land, im Bund und in Europa. Im Gebiet, das vom Main-Tauber-Kreis bis zum Zollern-Alb-Kreis reicht, leben 5,4 Millionen Menschen.

Verglichen mit ihrer Bedeutung ist die die Metropolregion allerdings wenig präsent, obgleich die Kategorie „Europäische Metropolregionen“ schon 1995 eingeführt wurde. Das mag daran liegen, dass es von der Metropolregion zwar Daten und Karten gibt, der Großraum Stuttgart hat aber weder Geschäftsstelle noch politische Agenda.

Das soll anders werden. „Wir blicken nach vorne, nicht zurück“, sagt Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) im Hinblick auf den Mobilitätskongress am 22. Januar in Stuttgart. Gerade am Beispiel Mobilität zeige sich, wie die fünf Regionen und die Landeshauptstadt miteinander verflochten sind. „Ich erwarte mir von dem Kongress, dass wir uns zu neuen Entwicklungen und möglichen Lösungen im Bereich der Mobilität intensiv austauschen“, sagte Kuhn gegenüber dieser Zeitung.

Kuhn steht an der Spitze des Koordinierungsausschusses der Metropolregion. Sein Stellvertreter, der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas Bopp (CDU), verweist darauf, dass die Akteure der Metropolregion „in vielen gemeinsamen Initiativen“ projektbezogen gut zusammenarbeiten. Als Beispiele nennt Bopp den Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn, die Regio-Rad Stuttgart und die IG Schienenkorridor Stuttgart – Nürnberg. Es sei Ziel des Mobilitätskongresses, diese und andere Initiativen zusammenzuführen, erklärt er auf Nachfrage.

Der OB und der Regionalpräsident heben die Bedeutung der Mobilität für Menschen und Wirtschaft hervor. Sie verweisen auf die Metropolexpress-Züge, die das Land einsetzen wird. Die neuen Züge sollen möglichst gut mit dem vorhandenen Nahverkehr verknüpft werden, damit viele Menschen umsteigen.

Der Metropolexpress werde Stuttgart im Halbstundentakt mit der Metropolregion verbinden, hebt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hervor. Der Minister unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung: „Der Kongress will die Idee der Metropolregion Stuttgart wieder mehr ins Bewusstsein heben. Wir erleben täglich die Probleme der Verkehrsregion, die offenbar deutlich größer ist als die Region Stuttgart“, erklärt er auf Anfrage.

Die drei Politiker, die am Beginn des Kongresses Grundsatzreden halten werden, heben hervor, dass die Veranstaltung kein Strohfeuer werden soll. Hermann verweist darauf, dass die Zusammenarbeit im Verkehrsbereich auch ohne Kongresse schon gut funktioniere. Der OB betont, dass die jetzige Veranstaltung der „Auftakt einer vertieften Beschäftigung mit ganz unterschiedlichen Themenfeldern sein“ wird. „Mobilität ist jetzt der Anfang.“ Auch Bopp erwartet, dass weitere Kongresse zu „relevanten Themen“ folgen werden.

Die Verantwortlichen erwarten sich von dem Treffen neue Erkenntnisse zur Verkehrsinfrastruktur. Entscheidend sei weniger das System als die gute Verknüpfung, erklärt Minister Hermann. Wobei der Stuttgarter Rathauschef betont, dass es wichtig ist, „örtliche und regionale“ Pläne frühzeitig aufeinander abzustimmen. Auch dazu soll der Kongress beitragen.

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Erstellt:
12. Januar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Januar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2019, 06:00 Uhr

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