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Der Verein Seeds sammelt Spenden für Erdbebenopfer – Schulaufbau kostet 50000 Euro
Vergangenen Sonntag luden Siegmar und Pamela Raidt in Kiebingen zu sich zum Gartenfest für Nepal. Bild: Raidt
Kuchen und Quiche für Nepal

Der Verein Seeds sammelt Spenden für Erdbebenopfer – Schulaufbau kostet 50000 Euro

2000 Euro kamen vergangenen Sonntag bei einem Gartenfest in Kiebingen zusammen. Das Geld geht als Spende an den Verein Seeds und damit an Opfer des Erdbebens in Nepal im Jahr 2015.

25.08.2016
  • Nico Schäffauer

Rottenburg. Alles begann damit, dass Hanife Schöberle, inzwischen Zweite Vorsitzende des Seeds-Vereins, bemerkte, dass ihr 33-jähriger Kollege, der Arzt Birat Niraula aus der Neurochirurgie, fehlte. Beide arbeitet im Tübinger Klinikum. „Dann erfuhr ich von meiner Kollegin, dass er nach Nepal gereist ist, um den Erdbebenopfern zu helfen“, erzählt Schöberle. Die gebürtige Türkin arbeitet als Fernsprechangestellte im Uni-Klinikum.

Als am 25. April 2015 die Erde nahe der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu bebte, kamen rund 9000 Menschen ums Leben. Mit der jetzigen Vorsitzenden Aruni Velalakan, mit Pamela und Sigmar Raidt aus Kiebingen sowie 14 weiteren Leuten gründete Hanife Schöberle im Mai 2016 den Verein Seeds mit Sitz in Lichtenstein im Kreis Reutlingen. „Der Verein ermöglicht uns, Geld- und Sachspenden besser nach Nepal zu bringen“, sagt Schöberle. Birat Niraula gründete in der nepalesischen Provinz Dhading einen Verein, der die Spenden von Seeds ohne viel bürokratischen Aufwand annehmen kann.

Kinder lernen derzeit in Wellblech-Hütten

Seeds („Samen“) versteht sich der Verein Bildung als Ausgangspunkt im Kampf gegen die Armut, erklärt Schöberle. Als Niraula zum ersten Mal nach Nepal reiste, hatte er 15000 Euro dabei. Damals bestand Seeds noch nicht. „Das Geld hatte er von Freunden“, sagt Schöberle. In der Provinz Dhading, 80 Kilometer westlich von Kathmandu, wollte er es einsetzen. Er entschied sich für die „Shree Ratmate Primary School“ in Ratmate, einem Dorf mit 150 Häusern. Die Schule war bei dem Erdbeben zerstört worden. Die Kinder werden derzeit in Wellblechhütten unterrichtet. 50000 Euro kostet der Schulaufbau. Birat Niraula wurde in Kathmandu geboren, der Hauptstadt Nepals.

Seit seiner Gründung im Mai sammelte der Verein 5500 Euro. Am vergangenen Sonntag organisierten Pamela und Siegmar Raidt in Kiebingen ein „Gartenfest für Nepal“ im eigenen Garten. „Es kamen sehr viele Besucher. Wir haben Kaffee, Kuchen und Quiche verkauft. Es war ein schöner Tag“, sagt Pamela Raidt, selbst Mitglied im Seeds-Vereins. Ihr Mann Sigmar ist Schatzmeister bei Seeds, hat das Fest gefallen: „Wir haben über 2000 Euro an Spenden gesammelt. Das macht uns sehr stolz“, sagt er.

Kiebinger Schulkinder und Rotary-Clubs aktiv

Schon vor der Vereinsgründung unterstützten die Raidts Birat Niraula. Im Juli bekam der Verein bereits 500 Euro, die die Kiebinger Grundschule über einen Spendenlauf eingesammelt hatte. Von den Rotary Clubs Tübingen und Reutlingen bekam Seeds insgesamt 16000 Euro, darunter 6000 Euro für die 40 Patenkinder von Seeds. „Die kommen aus Familien, denen es seit dem Erdbeben schlecht geht“, erklärt Schöberle. „Wir sorgen dafür, dass sie für ihre Bildung nichts bezahlen müssen.“ Ihr Schulgeld ist damit für dieses Jahr bezahlt.

Birat Niraula, der mittlerweise in München lebt, schickt dem Verein regelmäßig Berichte über die Verwendung der Spenden. Ende September beginnt der Bau der Schule. Im Herbst reisen einige der 19 Seeds-Mitglieder auf eigene Kosten nach Ratmate.

Der Arzt Birat Niraula lebt zwischenzeitlich in München, kümmert sich aber weiter um die Projekte. Weil Transporte nach Nepal sehr teuer sind – 1500 Euro beispielsweise für 160 Kilo –, hat Schöberle eine Bitte an Leute, die in das Land reisen: „Wir erhalten gelegentlich auch Sachspenden. Wenn jemand Platz im Gepäck hat, würden wir uns über die Mitnahme von ein paar Dingen sehr freuen.“

Info Das Spendenkonto von Seeds ist

DE606415 0020 0002 7755 91. Weitere Infos sind zu finden im Netz unter www.seeds-helporganisation.de

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25.08.2016, 01:00 Uhr
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