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Der Vater
der Hafencity
ist tot
Henning Voscherau, hier im Jahr 2012. Foto: dpa

Der Vater der Hafencity ist tot

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau ist tot. Der SPD-Politiker starb im Alter von 75 Jahren an den Folgen eines Hirntumors.

25.08.2016
  • MARKUS KLEMM, DPA

Hamburg. Für viele Hamburger war Henning Voscherau die Verkörperung eines echten Hanseaten: überaus korrekt, ein wenig kühl und distanziert, mitunter auch arrogant. „Als Großstadtbürgermeister braucht man Fleiß, Härte und Präzision“ zitierte der Hamburger Senat am Mittwoch seinen ehemaligen Bürgermeister. Voscherau ist im Alter von 75 Jahren in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch an den Folgen eines Hirntumors gestorben. Der Hansestadt hinterlässt er ein bedeutendes Erbe: den Stadtteil Hafencity an der Elbe.

Das Haar silbrig weiß, helle Augen und ein jugendliches Gesicht, so bleibt der SPD-Politiker in Erinnerung. Voscherau, der von 1982 bis 1997 die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft führte, war 1988 ins Amt des Ersten Bürgermeisters gewählt worden. In die SPD war der Spross einer Hamburger Schauspielerfamilie 1966 eingetreten.

Dass Voscherau 1997 einen Schlussstrich unter seine politische Karriere zog, hinderte ihn nicht, sich weiter einzumischen, etwa in der Drogenpolitik, beim umstrittenen Kohlekraftwerk Moorburg oder für weitere Elbvertiefungen. 2008 bot er sich als „Joker“ für die SPD-Spitzenkandidatur zur Bürgerschaftswahl an und schürte so Zweifel, ob das SPD-Personal in Hamburg für die Ablösung von CDU-Bürgermeister Ole von Beust tauge.

Voscherau, am 13. August 1941 in Hamburg geboren, galt als enger Freund von Altkanzler Helmut Schmidt (SPD, 1918-2015) und dessen Ehefrau Loki (1919-2010). Er hielt im Hamburger Michel die Trauerrede auf Loki und stand dem Altkanzler bei. Voscherau ist es zu verdanken, dass die Hafencity, eines der größten europäischen innerstädtischen Entwicklungsprojekte, angegangen wurde. Er habe die Stadt nach innen verbunden und nach außen glänzend vertreten, sagte der amtierende Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Nicht jeder war erfreut, als sich Voscherau 2012 auf Vorschlag des russischen Energieriesen Gazprom zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Gasprojekts South Stream wählen ließ. Das Projekt wurde 2014 von Russlands Präsidenten Wladimir Putin gestoppt. Kurz darauf übernahm Voscherau den Vorsitz der Mindestlohnkommission, musste das Amt aber wegen einer schweren Kopfoperation im April 2015 abgeben.

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25.08.2016, 06:00 Uhr
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