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Fahrradfahren mal anders

Der Trial-Park kam bei der Eröffnung gut an

Zur Eröffnung des Trial-Parks kamen am Samstag mehr als hundert Besucher/innen auf das Gelände beim Sportpark 1861. Die Anleitung zum richtigen Trial-Biking bekamen die Gäste vom ehemaligen Weltmeister Michael Mesick.

25.10.2010

Von Katharina Tomaszewski

Rottenburg. Auf dem neuen Trial-Park gilt es, Hindernisse mit dem Fahrrad zu überwinden und auf den markierten Wegen zu bleiben – ohne dabei vom Rad absteigen zu müssen oder auf dem Sattel zu sitzen. Der Weltmeister von 1997, Michael Mesick, führte die Trendsportart Trial (zu deutsch: Geschicklichkeitsprüfung) vor. Danach durfte das überwiegend junge Publikum selbst durch den Parcours. Das Gelände beim Sportpark des TV Rottenburg hat der einstige Weltmeister mitkonzipiert.

„Vom Anfänger bis zum Weltklassefahrer finden hier alle ein ideales Trainingsgelände“, findet Mesick. Die Hindernisse bestehen aus Betonröhren, -Blöcken und übereinandergestapelten Paletten. Zwischen den Hindernissen liegen Holzhackschnitzel, die auch bei nassem Wetter eine rutschfeste Fahrbahn bilden. „Beim Fahren muss man sich hundertprozentig konzentrieren“, sagt Mesick. Der Reiz bestehe darin, sich selbst einzuschätzen und scheinbar unüberwindbare Hindernisse zu bewältigen.

Norbert Vollmer, Geschäftsführer des TV Rottenburg, erklärte den Trial-Park und auch das Projekt „Jump“ (Junge Menschen mit Power). „Wir möchten jeden Samstag von 14 bis 17 Uhr kostenlose Trainingszeiten anbieten“, sagte er. „Jugendliche können hier den Sport von der Pike auf lernen. Michael Mesick wird die Jugendlichen betreuen. Der Park wird das ganze Jahr über geöffnet sein, das Samstagstraining fällt bei Hagel oder Schnee allerdings aus. Trial-Räder können beim Turnverein ausgeliehen oder selbst mitgebracht werden. Auch auf dem Einrad lässt sich der Parcours befahren.

Auf dem Gelände besteht Helmpflicht. Falls trotzdem ein Unfall passieren sollte, sind die Fahrer über den Turnverein versichert. Hierfür hat der TVR einen extra Vertrag abgeschlossen, der auch Nichtmitglieder abdeckt.

Kaya Ucar leitet das Projekt „Jump“ und möchte den Trial-Park bekannt machen. Kinder und Jugendliche sollen von der Trendsportart erfahren und sich ausprobieren dürfen. „Unser Ziel ist, dass der Trial-Park irgendwann von den Jugendlichen selbst verwaltet wird“, erklärte Ucar. Erfahrenere Jugendliche könnten dann Kindern zeigen, wie Trial funktioniert, Wettbewerbe ausrichten und kleine Ämter im Turnverein übernehmen. Auch eine weitere Trendsportart, „Parcours“, kann im neu angelegten Gelände trainiert werden: Bei dieser werden die Hindernisse zu Fuß bewältigt.

Der 13-jährige Aron Lorenz war mit seiner Familie am Samstag extra aus Ölbronn angereist, um das neue Rottenbronner Gelände auszuprobieren. Der Student Felix Huber aus Tübingen sucht neue Trial-Wege zur Abwechslung. Der 25-Jährige fährt seit 13 Jahren Trial und hat schon an mehreren Wettkämpfen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen. „Es kommt auf?s Gleichgewicht und die Koordination an“, erklärt Huber. Beim Trial bewegt man sich fast nur durch Hüpfen fort. Der Student trainiert jede Woche auf dem Trial-Gelände der Radsport-Gemeinschaft Tübingen.

Jan Göhrig vom Fachgeschäft „Bike Trial Sport“ aus Königsbach-Stein informierte an seinem Stand über Zubehör und Schutzkleidung. Den Parcours, sagt er, könne man nur mit einem Trial-Bike richtig bewältigen, da die Geometrie des Rahmens bei diesem besonders sei. Trial-Bikes sind leichter und niedriger als gewöhnliche Fahrräder. Außerdem fehlt verkehrssicheres Zubehör und sogar der Sattel, um unnötiges Gewicht zu vermeiden. Zur Schutzausrüstung gehören neben dem Helm auch Handschuhe und Schienbeinschoner. Anfänger, empfiehlt der Fachmann, sollten Rücken-Protektoren anlegen.

Zum Schluss führten Matthias Mrohs (22), Thomas Mrohs (25) und Raphael Pils (16) aus Heidelberg schwierige Sprünge auf dem Gelände vor. Michael Mesick kommentierte die Fahrt. Die drei Heidelberger gehören momentan zu den Top Ten der Weltspitze.

Der Trialpark - für Anfänger und Weltmeister
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Der Trialpark - für Anfänger und Weltmeister --

02:43 min

Er hat die Strecke nicht nur mitkonzipiert, er weihte sie auch ein: Michael Mesick, Dirt-Bike-Trial Weltmeister von 1997, zeigte, was beim TVR jetzt alles geht. Bilder: Groebe

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Erstellt:
25. Oktober 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Oktober 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2010, 12:00 Uhr

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