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Bundeswehr

„Der Trend heißt Hoffnung“

Lücken bei Personal und Material: Der Bericht des Wehrbeauftragten sieht viele Mängel.

21.02.2018
  • ANDRé BOCHOW

Berlin. Von sechs U-Booten ist kein einziges einsatzbereit. Bei der Marine sind 15 Fregatten vorgesehen. Es existieren nur noch 9. „Das Ausmustern alter Schiffe klappt reibungslos und termingerecht“, sagt Hans-Peter Bartels, der Wehrbeauftragte des Bundestages. „Aber die Indienststellung neuer Schiffe klappert um Jahre hinterher.“ Die Mängelliste, die Bartels vorliest, ist noch viel länger. Der 59. Jahresbericht ist nicht der erste, in dem festgestellt wird, dass es bei der Bundeswehr an allen Ecken und Ende fehlt. Nicht zuletzt an Personal. „21000 Dienstposten von Offizieren und Unteroffizieren sind nicht besetzt.“ Die Ursache sieht der Sozialdemokrat Bartels in der Bundeswehrreform des Jahres 2011, die erhebliche Einsparungen zur Folge hatte. Damit sollte es längst vorbei sein. Bartels konstatiert, „das Bewusstsein, dass die Ausrüstung der Bundeswehr besser werden muss, ist erfreulicherweise vorhanden.“ Viel mehr offenbar nicht. Die „immer noch kleinste Bundeswehr aller Zeiten“ beteilige sich heute an 13 mandatierten Auslandseinsätzen und gleichzeitig „an der kollektiven Verteidigung in Europa“. Der Wehrbeauftragte spricht von „Überlast“ und stellt fest, „die materielle Einsatzbereitschaft der Truppe“ sei in den vergangenen Jahren „nicht besser, sondern tendenziell noch schlechter geworden. Auch bei den Finanzen sieht Bartels keine wirkliche Trendwende. „Der Trend heißt Hoffnung“. Noch sei „nichts substanziell Zusätzliches“ beschlossen worden.

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21.02.2018, 06:00 Uhr
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