Stuttgart hofft auf Fördergelder

Der Tagblatt-Turm ist sanierungsbedürftig

Der Tagblatt-Turm in der Stuttgarter Innenstadt müsste dringend saniert werden. Doch die aufwendige Instandsetzung würde viel Geld kosten.

13.09.2012

Von JPS

Stuttgart. Einst als höchster Bau der Innenstadt für seine Modernität gefeiert, ist der 1928 eröffnete Tagblatt-Turm längst in die Jahre gekommen. Der 18 Stockwerke hohe Sichtbetonbau an der Eberhardstraße benötigt dringend eine Generalsanierung. Mangelhaft sind vor allem die alten und undichten Holzfenster, die immer wieder für große Wasserschäden im Gebäudeinneren sorgen. Auch die Fassade des Ende der 70er-Jahre unter Denkmalschutz gestellten Hochhauses muss auf absehbare Zeit zumindest teilsaniert werden.

Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge dürften die aufwendigen Sanierungsmaßnahmen mit Gesamtkosten von zwei bis drei Millionen Euro zu Buche schlagen. Nach Auskunft der Stadt ist das Hochbaumamt derzeit damit beschäftigt, den genauen finanziellen Aufwand auszuloten. Bis wann die Experten zu einem Ergebnis kommen, konnte Stadtsprecher Markus Vogt noch nicht sagen. Es sei aber geplant, die Kostenkalkulation "recht zügig umzusetzen." Der Gemeinderat soll in seinen Gremien nach der Sommerpause über das Sanierungsvorhaben und die aktuelle Sachlage informiert werden.

Von besonderem Interesse für die Kommunalpolitiker dürfte dabei die Frage sein, mit welchen zusätzlichen Fördergeldern die Stadtverwaltung rechnen kann. So sind nach der Aufnahme des Tagblattturms in das Denkmalpflegeprogramm der Bundesregierung bereits 300 000 Euro aus dem entsprechenden Fördertopf verbindlich zugesagt. Ein weiterer Zuschuss in vergleichbarer Höhe könnte seitens der Landesdenkmalpflege erfolgen, und auch die Denkmalstiftung Baden-Württemberg könnte der Stadt bei einer denkmalgerechten Sanierung finanziell unter die Arme greifen.

Die Voraussetzungen für solche denkmalschutzgebundenen Fördergelder wurden bereits in die Planung mit einbezogen. Mit dem Einbau sogenannter Vertikalschiebefenster aus Holz, die ursprünglich auch schon im Originalzustand des Turmes verbaut waren, sollen die strengen Richtlinien des Denkmalschutzes eingehalten werden.

Die denkmalschutzrechtlichen Genehmigungen werden von der Stadt derzeit bereits vorbereitet, der Gemeinderat könnte die Sanierung dann im nächsten Doppelhaus 2014/2015 beschließen. Ein Beginn der voraussichtlich fünf Monate andauernden Sanierungsarbeiten wäre ab April 2014 denkbar.

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Erstellt:
13. September 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
13. September 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. September 2012, 12:00 Uhr

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