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Feuilleton

Der Punk der Zukunft: Refused und Rise Against

Hübsche Jungs, die zwar schwarz, aber ordentlich gekleidet sind und artig Danke sagen - das sollen Punker sein? Stammt der Punkrock aus den USA, kommt er seit den 1980er Jahren gern mal glattgebügelter daher als anderswo. Denn mit Ian MacKayes Minor Threat bildete sich dort der Straight-Edge-Hardcore heraus.

14.10.2015
  • CLI

Stuttgart Mit ihm hielten eine friedvolle Grundhaltung, die Verteidigung feministischer Werte, Veganismus, Antialkoholismus und Exzessfreiheit Einzug ins traditionelle Macho-Rüpel-Genre. Die Nachwuchsförderung in dieser Punk-Untergruppe funktioniert bis heute, auch wenn diese Musik so gut wie nie im öffentlich-rechtlichen oder kommerziellen Radio zu hören ist. Das bewies das Doppelkonzert von Refused und Rise Against am Montagabend vor 6500 ekstatischen Fans in der Stuttgarter Schleyerhalle.

Refused haben mit "Freedom" ein hochgelobtes Comeback-Album im Gepäck und sind von Sekunde eins an kaum zu toppen. Hochmotiviert, hochenergetisch, hypernervös, rasant und beinhart prügeln die drei Schweden um Denis Lyxzén in 50 Minuten ihr Set runter. Respekt.

Die aus Chicago angereisten Rise Against, die nach einer Handverletzung ihres Sängers und Gitarristen mit Kumpel Neil Hennessy an der zweiten Gitarre zum Fünfer angewachsen sind, kommen im Vergleich dazu erst brav und melodisch geplättet daher. Das ändert sich, als Frontmann Tim McIlrath Lyxzén als Gastsänger mit auf die Bühne bittet. Danach steigert die US-Band ihr Tempo deutlich. Und legt an Härte zu. Freimütig gesteht McIlrath, ein Konzert von Lyxzéns klanggewaltigem Vierer aus Umeå habe einst den Ausschlag für die Gründung der eigenen Band gegeben. Leidenschaftliche Prediger sind sie alle beide: Lyxzén ruft vehement zu eigenständigem Denken auf und McIlrath wirbt mit "Prayer Of The Refugee" und "Dancing For Rain" um Verständnis für Flüchtlinge.

Keine Frage: Die Schweden sind die wilderen Burschen. In Kombination ergibt das einen großartigen Abend, denn McIlrath fügt mit einer Akustik-Einlage, die Ed Sheeran erblassen lassen könnte, eine im Hardcore ganz ungewohnte weiche Facette hinzu. So sieht der Punk der Zukunft aus.

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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