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Kommentar

Der Öko-Söder

07.04.2018

Von PATRICK GUYTON

München. So flugs kann Markus Söder sich drehen, wenn zu spüren ist, dass er mit einem unliebsamen Thema nicht zurande kommt: Hauruck lässt er die Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu fallen und verspricht der Region dafür eine viel bessere, ökologische und moderne Entwicklung. Es wird zu beobachten sein, inwieweit das in anderen Regionen Bayerns Begehrlichkeiten weckt.

Dass die Umkehr auch taktisch begründet ist, verhehlt der neue Ministerpräsident gar nicht: Er gibt zu, dass sie ohne den massiven Widerstand der Bevölkerung nicht erfolgt wäre. Mit Blick auf die Landtagswahl hat er einen Mühlstein beseitigt, denn auch viele CSU-Anhänger sind der Ansicht, dass man die Alpen nicht noch weiter kommerzialisieren und zupflastern sollte. Seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten ist das schon die zweite ebenso schnelle wie entschlossene und überraschende Tat von Markus Söder: Die erste bestand darin, dass er seinen Super-Spezl Ludwig Spaenle wider Erwarten wegen offenkundiger Erfolglosigkeit aus dem Amt des Kultus- und Bildungsministers entfernte.

Ganz gleich, welche Motivlage besteht: Umwelt- und Alpen-politisch ist das Aus für die Skischaukel ein Segen und ein wichtiger Impuls. Man will eben nicht mehr mit Österreich konkurrieren, das die Berge zur alpinen Vergnügungs- und Partyzone macht.

Seit vielen Jahren wird darauf hingewiesen, dass sich der Skisport wegen des Klimawandels im Sinkflug befindet und der Sommer für den Alpentourismus an Bedeutung zunimmt. Die Menschen suchen Ruhe, Entspannung, Fitness in einer schönen und intakten Natur. Daran wollen die geplanten „Modelldörfer“ anknüpfen. Dank Söder, in diesem Fall.

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Erstellt:
7. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. April 2018, 06:00 Uhr

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