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Bundeswehr

Der Marine gehen die Schiffe aus

Der Wehrbeauftragte beklagt Ersatzteilmangel und Bürokratie.

12.02.2018
  • DIETER KELLER/DPA

Berlin. Der deutschen Marine gehen die einsatzfähigen Schiffe aus, kritisiert der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD). Daher solle sie an keinen weiteren Einsätzen teilnehmen. „Es sollte keine neue maritime Mission für Nato, EU oder Uno mehr dazukommen“, sagte Bartels der „Bild am Sonntag“. Gründe seien Ersatzteilmangel sowie Bürokratie. „Es gibt zu viele Zuständigkeiten auf der Ämterseite, Personalmangel und manchmal vielleicht auch Firmen, die sich gern so lange wie möglich an einen einmal erteilten Auftrag festhalten.“ Wegen fehlender Ersatzteile muss der Versorger „Berlin“ deutlich länger als geplant in der Werft bleiben.

Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, die Mittel für Verteidigung und Entwicklungshilfe in den nächsten vier Jahren um insgesamt zwei Milliarden Euro aufzustocken. Da beide Bereiche im Gleichschritt wachsen sollen, stünde eine Milliarde Euro zusätzlich für die Bundeswehr zur Verfügung.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Bundeswehr ihr militärisches Engagement im Irak auf das ganze Land ausweiten und neben den Kurden im Norden auch die irakische Zentralregierung stärker im Kampf gegen den IS unterstützen will. Das kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei einem Truppenbesuch im Irak an. Derzeit sind rund 120 deutsche Soldaten zur Ausbildung kurdischer Peschmerga nahe Erbil stationiert. dik/dpa

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12.02.2018, 06:00 Uhr
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