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In den Schlagzeilen · Hans-Joachim Eckert

Der Mann, der Blatter stürzte

Seit mehr als 30 Jahren ist Hans-Joachim Eckert, 67, Jurist. Weltbekannt, zumindest bis in den hintersten Winkel des globalen Fußballs, wurde der Münchner Strafrichter allerdings erst jetzt.

10.10.2015
  • WS

Denn er ist auch Sportfunktionär, zog als Vorsitzender der Fifa-Ethikkommission die Rote Karte und suspendierte mit einem Paukenschlag den mächtigen, wenn auch schon mächtig angeschlagenen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter. Und dessen potenziellen Nachfolger, Uefa-Boss Michel Platini, gleich mit.

1978 beginnt Eckerts Laufbahn am Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft München II und bis 1991 das Landgericht MünchenI, wo er Zivilrichter ist, sind die nächsten Stationen. Mit dunklen Machenschaften hat sich Eckert oft genug beschäftigt, war unter anderem verantwortlich für Ermittlungen bei Steuer- und Wirtschaftsdelikten und organisierter Kriminalität. Seit 2011 ist Eckert bei der Fifa, wo er auf Vorschlag von Reformern ins Kontrollgremium gewählt und im Juli 2012 Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer der Ethik-Kommission wurde. Großen Ruhm hatte er sich dabei bisher nicht erworben: Blatter kam trotz zahlreicher Vorwürfe ungeschoren davon. Bis jetzt. Und Eckert wird derjenige bleiben, der ihn zu Fall brachte.

Der Mann, der Blatter stürzte
Münchner Strafrichter und Fifa- Funktionär: Hans-Joachim Eckert. Foto: dpa

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10.10.2015, 12:00 Uhr
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