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"Lachen hilft ja viel"

Der Komiker mit der traurigen Kindheit: Mike Krüger veröffentlicht seine Biografie

Der "Nippel" hat ihn einst berühmt gemacht: Aber auch in Fernsehshows wie "7 Tage, 7 Köpfe" brachte Mike Krüger sein Publikum zum Lachen. Jetzt hat der Komiker seine Autobiografie geschrieben.

02.10.2015
  • CAROLA GROSSE-WILDE, DPA

In die "Mike Krüger Show" auf Sat1 durften Sie sich von 1991 bis 1993 Gäste einladen, mit denen Sie schon immer einmal plaudern oder auftreten wollten, so waren Joe Cocker und Caterina Valente zu Gast. Haben Sie sich beruflich alle Träume erfüllt?

MIKE KRÜGER: Ja, in meinem Berufsleben auf alle Fälle, und auch sonst zum Glück wüsste ich nicht, was ich mir noch wünschen sollte. Das war natürlich damals unglaublich: In der Anfangszeit des Privatfernsehens waren die Etats hoch. Und wenn man da gesagt hat: das wird 'ne Super-Show, wenn Joe Cocker kommt, dann wurde eben Joe Cocker angefragt.

Hätten Sie rückblickend irgend etwas anders gemacht?

KRÜGER: Es gibt immer Sachen, wo man plötzlich merkt, das ist jetzt eine ganz neue Fernsehshow, die ich moderiere oder an der ich teilnehme, da hab ich jetzt für 20 Folgen unterschrieben und nach vier Folgen stellt man fest: Ok, das wird jetzt nicht wirklich besser, aber wir haben jetzt 20 Folgen, dann machen wir die auch. Das passiert in so einer langen Karriere eigentlich immer. Aber so richtige Tiefpunkte, wo man denkt: Jetzt ist es mit dem Showgeschäft zu Ende, hatte ich zum Glück eigentlich nie.

Und wenn mal etwas schiefging, dann hat man das Gefühl - zumindest, wenn man das Buch liest - dass Sie das immer gut weggesteckt haben . . . war das wirklich so?

KRÜGER: Ja, ich bin ja mehr so ein optimistisches Kerlchen . . . manche sagen, das liegt daran, weil ich im Dezember geboren bin: Schützen sind wohl mehr so Optimisten. Auch wenn die Kritiken mal schlecht waren: Ich hab' mich da nie wahnsinnig irritieren lassen, sondern gleich das nächste Projekt in Angriff genommen.

Dabei hatten Sie alles andere als einen Traumstart ins Leben: Sie kamen als Frühgeburt zur Welt, ihre Mutter starb, als sie drei waren, und die Zeit im Internat war auch alles andere als rosig. Wie haben Sie es trotzdem geschafft, so ein positiv denkender Mensch zu werden?

KRÜGER: Ich denke, da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man macht das Gegenteil von dem, was man erfährt und wird positiv und optimistisch. Oder man wird so, wie es einem vorgeführt wird. Ich habe dann das Gegenteil von dem gemacht, was ich in der Kindheit erlebt habe. Lachen hilft ja viel, gerade, wenn man traurig ist.

Wie haben Sie das geschafft? Sie waren als Kind quasi allein?

KRÜGER: Das kann ich im Nachhinein gar nicht mehr richtig nachvollziehen. Zum Glück habe ich es geschafft. Gerade die Internatszeit war extrem heftig. Danach war ich ja schon dicht an meiner Frau dran, wir haben uns kennengelernt, da war ich 18 und sie 15 Jahre alt. Von da an ging es steil bergauf.

Mit der Sie seit 45 Jahren zusammen sind. Wie haben Sie es geschafft?

KRÜGER: Ganz wichtig ist, dass man vor dem Showbusiness zusammen kommt. Ich stelle mir das schwer vor, wenn ich schon "ein Star" gewesen wäre und hätte dann meine Frau kennengelernt. Dann ist es, glaube ich, nicht so einfach, herauszufinden: Findet die mich jetzt toll, weil ich ein Star bin oder findet die wirklich mich toll? Wir hatten das große Glück, dass wir uns kennengelernt haben, da hatten wir gar nichts und sind dann zusammen in dieses verrückte Showgeschäft hineingewachsen.

Der Komiker mit der traurigen Kindheit: Mike Krüger veröffentlicht seine Biografie
Mike Krüger mit seiner Biografie: "Mein Gott, Walther - Das Leben ist oft Plan B".

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02.10.2015, 12:00 Uhr
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