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Der Frust des Arjen Robben
Die Reservistenrolle in der Champions League behagt Arjen Robben sichtbar nicht. Seine Wut führte in der zweiten Halbzeit immerhin zu einer guten Leistung. Foto: Eibner
FC Bayern München

Der Frust des Arjen Robben

Nach dem 5:0 gegen Besiktas Istanbul macht der Niederländer seinem Unmut Luft. Und stößt bei Trainer Jupp Heynckes auf Unverständnis.

22.02.2018
  • GEROLD KNEHR

München. Wenn ein Verein eine Begegnung in der Champions League mit 5:0 gewinnt, darf man Spieler mit stolz geschwellter Brust, Schulterklopfer, einen begeisterten Trainer und euphorisierte Funktionäre erwarten. Beim FC Bayern war nach dem 5:0 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Besiktas Istanbul die Stimmung ganz anders. Präsident Uli Hoeneß bezeichnete das Gerede von einem möglichen Triple als „Schwachsinn“, Trainer Jupp Heynckes zählte detailliert die Schwächen seines Teams aus der ersten Halbzeit auf, und Edelreservist Arjen Robben wäre beinahe der Kragen geplatzt.

Seit dem Ende der Winterpause hatten die Münchner auf die Champions League, das Spiel gegen Besiktas hingefiebert: Endlich mal wieder eine richtige Herausforderung für den nationalen Dominator, der in der Bundesliga der Konkurrenz davongelaufen ist und zuletzt im Pokal beim SC Paderborn nicht gefordert war. „Das sind die Sahnehäubchen. Auf solche Spiele habe ich jeden Tag hingearbeitet“, sagte Robben.

„Jedes Wort zu viel“

Umso größer war die Enttäuschung des Niederländers, als er sich, wie auch Franck Ribéry, auf der Ersatzbank wiederfand. Verbal beschweren wollte sich Robben nicht. Er sei Profi, „da ist jedes Wort zu viel“. Würde er seine wahren Gefühle artikulieren, müsste er am nächsten Tag beim Sportdirektor Hasan Salihamidzic oder bei „Herrn Rummenigge“ zum Rapport antanzen.

Wie sehr es in ihm brodelte, brachte er aber auch ohne Worte mehr als deutlich zum Ausdruck. Der 34-Jährige empfand seine anfängliche Nichtberücksichtigung als Majestätsbeleidigung. Dass andere Spieler wie Niklas Süle, Corentin Talisso, Sandro Wagner und Rafinha ebenfalls auf der Bank und Sebastian Rudy, Thiago und Juan Bernat sogar auf der Tribüne Platz nehmen mussten, interessierte Robben nicht.

Dass derzeit kein Feldspieler verletzt ist und sich zudem die Rückkehr von Torhüter Manuel Neuer abzeichnet, ist für Kapitän Thomas Müller ein erstaunliches Phänomen. „So was gibt es nur alle fünf Jahre.“ Umso schwieriger ist es für Jupp Heynckes, die Einsatzzeiten seiner Spieler zu moderieren. „Ich muss das managen. Und ich mache das, was ich für richtig halte. Das muss jeder akzeptieren. Punkt“, sagte der Bayern-Trainer mit Nachdruck.

Doch für die Spieler ist es ein Unterschied, ob sie beim VfL Wolfsburg oder in der Champions League ran dürfen. Neun Spieler, die am letzten Bundesligaspiel aufgelaufen waren, fehlten gegen Besiktas. Wie etwa Rudy, der Ex-Hoffenheimer, der bei der WM 2018 in Russland dabei sein möchte. Auch wenn er sich nicht wie Robben öffentlich exponierte, wird auch er sich seine Gedanken um seine Zukunft machen, zumal der Mittelfeldspieler in der kommenden Saison mit dem Schalker Leon Goretzka weitere Konkurrenz bekommt.

Immerhin: Nach seiner Einwechslung zeigte Robben eine engagierte Leistung. Gut möglich, dass er im Rückspiel am 14. März von Beginn an dabei sein wird. Doch er weiß, dass seine Zeit in München abläuft. Robben ist 34.

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22.02.2018, 06:00 Uhr
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