Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Der Fraktionsvorsitz als Übergangsmodell
SPD muss Nachfolger für Fraktionschef Claus Schmiedel finden. Foto: dpa
CDU-Spitzenkandidat Wolf tritt heute wieder an - SPD sucht Nachfolger für Schmiedel

Der Fraktionsvorsitz als Übergangsmodell

Trotz des desolaten Wahlergebnisses für die CDU will sich Spitzenkandidat Guido Wolf heute wieder zum Fraktionschef wählen lassen. Er muss zwar mit Kritik rechnen, aber wohl mit keinem Gegenkandidaten.

15.03.2016
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Wenn die neue CDU-Fraktion heute Nachmittag zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommt, muss die dezimierte Abgeordnetentruppe gleich eine wichtige Entscheidung treffen: Der alte Fraktionsvorstand hatte noch beschlossen, das Thema "Wahl des Fraktionsvorsitzenden" als Top eins auf die Tagesordnung zu setzen. Erst danach soll die Analyse der Wahlschlappe aufgerufen werden.

Ob die Reihenfolge, an der es intern Kritik gibt, so bleibt, ist offen. Klar ist dagegen, dass sich der CDU-Spitzenkandidat und amtierende Landtagsfraktionschef Guido Wolf zur Wahl stellt. "Ich bewerbe mich erneut um den Fraktionsvorsitz. Das Vorgehen entspricht dem Vorgehen der vergangenen Jahre. Jetzt geht es darum, dass mir die Fraktion Mandat und Verhandlungsauftrag für die bevorstehenden Gespräche erteilt", sagte Wolf dieser Zeitung. Der CDU-Spitzenkandidat zeigt sich kämpferisch, das erkennen auch parteiinterne Kritiker an.

Bis gestern traute sich kein möglicher Gegenkandidat aus der Deckung - wahrscheinlich fällt die personelle Erneuerung, die auf den Sitzungen der CDU-Bezirksvorstände am Montag hier und da von Einzelnen gefordert wurde, auch aus. "Ich trete nicht an", sagte etwa Willi Stächele dieser Zeitung. Der Ex-Minister war als möglicher Fraktionschef für den Fall gehandelt worden, dass Wolf nach einer krachenden Niederlage aufgegeben hätte.

Die Hoffnung, künftig doch noch mitzuregieren, am liebsten mit SPD und FDP, und so die schwere Schlappe noch in einen kleinen Sieg umzumünzen, könnte die Fraktion einen. Darauf setzt jedenfalls die direkt wiedergewählte Geislinger Abgeordnete Nicole Razavi. "Ich kann der Fraktion nur zur Geschlossenheit raten. Guido Wolf muss mit großer Geschlossenheit Fraktionsvorsitzender bleiben. Das erwartet auch die Basis. Alles andere wäre politischer Selbstmord", sagte Razavi.

Wolf, der Rücktrittsgedanken schon am Wahlsonntag von sich gewiesen hatte, stellte den Abgeordneten am Montag indirekt eine CDU-geführte Regierung mit SPD und FDP in Aussicht. Der Fraktionsvorsitz wäre für ihn dann nur eine Übergangslösung. Die Marschrichtung unterstützen maßgebliche Parteifreunde. Die "Deutschland-Koalition" stößt aber auch auf Bedenken, wie Wortmeldungen bei Sitzungen der Gremien zeigten. Eine "Koalition der Wahlverlierer CDU und SPD mit der FDP" könne vom Bürger als Pöstchenschieberei gedeutet werden, fürchten Kritiker. Wolf habe mit der Abwahl von Grün-Rot "klar den Auftrag den Politikwechsel anzugehen", sagte dagegen Thomas Bareiß, der CDU-Bezirkschef von Württemberg-Hohenzollern.

Bei der SPD steht heute ebenfalls die Wahl des Fraktionschefs auf der Tagesordnung. Der bisherige Amtsinhaber Claus Schmiedel hat den Wiedereinzug in den Landtag verpasst. Unter den künftigen Abgeordneten ist umstritten, ob heute mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung inklusive dann zu vergebender Kabinettsposten nur ein auf zwei Monate beschränkter Übergangsfraktionschef gewählt wird.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

15.03.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular