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Geldpolitik

Der Euro wird immer stärker

Was Verbraucher freut, stößt in der Wirtschaft auf Skepsis. Wird die Zentralbank gegensteuern?

02.09.2017
  • AFP

Frankfurt. Der Euro wird an den Finanzmärkten immer stärker. Vor wenigen Tagen stieg die europäische Gemeinschaftswährung erstmals seit gut zweieinhalb Jahren über die Marke von 1,20 US-Dollar. Seit Jahresanfang hat der Euro vor allem gegenüber dem Dollar an Wert gewonnen. Der Kursanstieg lastet nicht nur auf der Wettbewerbsfähigkeit der Exportunternehmen, auch die Europäische Zentralbank (EZB) ist besorgt. Allein, sie handelt nicht.

Die Gründe für die Euro-Stärke sind teils hausgemacht, teils kommen sie aus dem Ausland. Beobachter nennen auf der einen Seite das robustere Wirtschaftswachstum im Euroraum und das sich langsam abzeichnende Ende der EZB-Krisenpolitik. Auf der anderen Seite läuft es in den USA nicht mehr so rund. Die dortige Wirtschaft wächst zwar, aber nicht ganz so dynamisch wie früher. Schwerer wiegt, dass an den Märkten die „Trump-Euphorie“ verflogen ist: Hatte der Dollar vom Wahlsieg des US-Präsidenten zunächst profitiert, herrscht mittlerweile Katerstimmung. Denn Trump hat bisher kaum eines seiner Wahlversprechen umgesetzt. Gehofft hatte man auf Steuersenkungen und Ausgabenprogramme.

Die EZB, Hüterin des Euro, bleibt erstaunlich gelassen. Dabei ist klar, dass ein starker Euro Waren außerhalb der Eurozone verteuert und so den konjunkturellen Aufschwung dämpfen kann. Zudem droht das EZB-Inflationsziel – der Hauptgrund für die ultralockere Geldpolitik der Notenbank – infolge fallender Einfuhrpreise ganz außer Reichweite zu geraten.

Warum also schweigt Draghi? Fachleute tun sich mit der Beantwortung dieser Frage nicht leicht. Ein Grund könnte das Kursniveau des Euro sein. Nicht wenige Beobachter sehen den Euro mit 1,20 Dollar als „fair“, also nicht besonders hoch bewertet an. Auch ist der Euro von seinem Rekordhoch bei 1,60 Dollar, erreicht im Sommer 2008, meilenweit entfernt.

Ein Machtwort Draghis ist jedoch nicht vom Tisch. Die Fachleute von der Commerzbank können sich vorstellen, dass er auf der nächsten Zinssitzung der EZB am 7. September eingreift. Dann könnte Draghi ähnlich vorgehen wie Anfang 2013, als er den damaligen Kursanstieg als Risiko bezeichnete und die Wirkung – ein fallender Euro – nicht lange auf sich warten ließ. afp

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02.09.2017, 06:00 Uhr
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