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Zeit-Fragen

Der Chef lebt’s vor

Advanced Unibyte ist ganz weit vorne mit dabei, wenn es um Mitarbeiterbindung geht. Mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren muss sich das Unternehmen jetzt noch keine Gedanken machen, wie es seine „grauen Wölfe“ wieder an Bord holt. Vielmehr sollen sich die Jungen hier weiterentwickeln und im Unternehmen gerne alt werden.

05.10.2018

Von TEXT: Simone Maier FOTOs: Unternehmen

Eine hauseigene Kinderbetreuung, Mitarbeiterfeste und gemeinsame Ausflüge – für Sandro Walker, CEO von Advanced Unibyte, gehen Wertschätzung der Mitarbeiter und der Gesamterfolg des Unternehmens Hand in Hand.

Freundlich, offen und gut gelaunt begrüßen einen die Mitarbeiter in Metzingen. Dann kommt der Chef. Und der ist genauso freundlich, offen und gut gelaunt.

Der gebürtige Kirchentellinsfurter Sandro Walker hat 1994 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. „Nur gut, dass ich damals keine Wirtschaftsblätter gelesen habe“, schmunzelt der Unternehmer. Denn die Prognosen waren nicht rosig. Doch hat ihm schon damals ein Lieferant und gleichzeitig „Mentor“ aus Amerika den weisen Tipp gegeben, auch in schlechten Zeiten Ruhe zu bewahren und bloß keine Mitarbeiter zu entlassen. Die Zeiten würden wieder besser werden und dann brauche man sie wieder, die Mitarbeiter. Walker hat in den letzten fünf Jahren die Mitarbeiterzahl verdoppelt und beschäftigt momentan rund 160 Leute alleine am Standort in Metzingen. Dazu kommen Mitarbeiter an den Standorten München, Freiburg und in der kürzlich eröffneten Niederlassung in Leverkusen.

„Wir wachsen organisch, das ist für mich ganz wichtig,“ so Walker. Aber wie macht er sein Unternehmen für junge Mitarbeiter attraktiv? Metzingen ist ja nicht gerade eine Metropole, in der das Leben pulsiert, sieht man mal von den Outlet-Einkäufern ab.

Walker nennt hauptsächlich drei Gründe. Zum einen ist er felsenfest davon überzeugt, dass man Mitarbeitern eine Perspektive bieten müsse. „Wenn ein Mitarbeiter Verantwortung übernehmen möchte, dann bekommt er sie,“ so Walker. Zum anderen bekommt der Arbeitnehmer jede Menge Unterstützung in jeglicher Form vom Unternehmen. Zum Beispiel bekommt jeder festangestellte Mitarbeiter einen Firmenwagen, den er eben ganz normal versteuern muss. Die Kinderbetreuung der Angestellten wird mit 200 Euro pro Monat unterstützt und zwar so lange, bis das Kind sechs Jahre ist. Aber noch viel toller: Es gibt eine hauseigene Kinderbetreuung: Das „TigeR-Konzept.“ Dort wird für Kleinkinder von null bis drei eine Ganztagesbetreuung angeboten, sowohl für Mitarbeiter als auch für Metzinger Eltern. 14 Vollzeitbetreuungsplätze, bei „Platzsharing“ sogar 19.

CEO Advanced Unibyte Sandro Walker: „Vom Begriff »work-life-balance« halte ich nicht viel, echte Balance entsteht, wenn Spaß bei der Arbeit zum Leben gehört!“

Mit dem Umzug der Firma von Reutlingen nach Metzingen vor gut zwei Jahren vergrößerte sich die Fläche von 2500 auf 5500 Quadratmeter. „Es war mir wichtig, dass ich möglichst viel „inhouse“ habe, so dass die Mitarbeiter sich nicht in alle Winde zerstreuen,“ so Walker. Die Kantine mit eigens angestelltem Koch ist gut besucht. Dort kann man auf Vorbestellung auch Essen mit nach Hause nehmen. Wasser, Kaffee, Cappuccino und Obst gibt es gratis für die Mitarbeiter – alles in der Kantine, damit man sich dort auch trifft. Ebenfalls gibt es eine Bar im Atrium, an dem abends gerne noch ein gemeinsames Bierchen getrunken werden kann – erinnert an die schöne Tradition der Londoner Pubs. Und Sandro Walker hat genau verstanden, wie es funktioniert. Denn dort finden die besten Gespräche statt, werden die besten Ideen kreiert und all das macht schließlich den Gesamterfolg des Unternehmens aus. Wertschätzung für die Mitarbeiter. Ganz einfach eigentlich.

Alle zwei Jahre gibt es ein großes Sommerfest für die gesamte Familie der Mitarbeiter, die alljährliche Skiausfahrt erfreut sich auch großer Beliebtheit, des Weiteren dürfen sich die Mitarbeiter ihre Pakete in die Firma anliefern lassen, bekommen 50 Prozent an einer Mitgliedschaft im Fitnessclub gesponsert und haben ein paar Terabyte Speicherplatz in der „Mitarbeiter-Cloud“ für ihre Daten. Wenn dann jemand ein Sabbatical machen möchte ist das auch kein Problem. „Da einigen wir uns schon beim kleinsten Nenner,“ sagt Walker.

In Zeiten, in denen nicht nur Techies händeringend gesucht werden, gilt es, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Sandro Walker jedenfalls hat eine Menge Ahnung davon.

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Erstellt:
5. Oktober 2018, 08:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Oktober 2018, 08:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2018, 08:00 Uhr

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