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TÜBINGEN/MAINZ

Der Boehringer-Brief im Wortlaut

(tol). Am Dienstag verabschiedete sich der Pharma-Konzern Boehringer-Ingelheim von seinen Plänen, in Tübingen ein europäisches Forschungszentrum für Tierimpfstoffe zu errichten. Wir dokumentieren den Brief im Wortlaut.

01.12.2006

Sehr geehrte Frau Russ-Scherer,
sehr geehrte Mitglieder des Stadtrats der Stadt Tübingen,

vor etwa einem Jahr wurden erste Gespräche zwischen dem Friedrich-Löffler-Institut, der Stadt Tübingen und Boehringer Ingelheim aufgenommen mit dem Ziel, eine Ansiedlung von Boehringer Ingelheim Vetmedica auf dem Gelände des FLI zu prüfen. Unser Plan war es, ein europäisches Forschungszentrum für Tierimpfstoffe zu gründen und dazu am Standort Tübingen vorhandene Infrastruktur zu nutzen. Neben den baulichen Einrichtungen machten insbesondere das wissenschaftliche Umfeld mit dem FLI, der benachbarten Universität, dem Max-Planck-Institut und das Laborgebäude der Technologiepark Tübingen-Reutlingen GmbH den Standort für unser Vorhaben so attraktiv. Die Pläne der Stadt, die gesamte Obere Viehweide in einen Technologiepark zu verwandeln, bestärkten unsere Absichten. Der geplante Erwerb eines größeren Grundstücks als ursprünglich vorgesehen und die damit verbundene zukunftsorientierte mögliche Ansiedlung weiterer Boehringer Ingelheim-Einrichtungen am Standort Tübingen haben unsere Zuversicht zusätzlich zum Ausdruck gebracht.

Während der vergangenen Wochen haben wir die Reaktionen in der Öffentlichkeit sowie die flankierende Medienberichterstattung verfolgt. Dabei ergaben sich Bedenken im Hinblick auf die Durchführbarkeit und Planungssicherheit sowohl für unser konkret geplantes Projekt, als auch für weitere zukünftige Investitionen. Nach gründlicher Abwägung sind wir zu dem Entschluss gekommen, eine Investition, die für uns eine so hohe strategische Bedeutung hat, nur an einem Standort zu realisieren, der ausreichende Planungssicherheit bietet. Dies ist in Tübingen leider nicht der Fall, weshalb wir von unserem bisherigen Vorhaben nunmehr Abstand nehmen wollen. Wir bedauern diese Entscheidung in hohem Maße.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei Ihnen, Frau Russ-Scherer, und bei allen Mitgliedern des Stadtrats für ihr Engagement im Rahmen unseres Projektes bedanken. Unser Dank richtet sich auch an alle Mitarbeiter in der Administration, die mit dem Projekt beschäftigt waren.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Pitkamin, Dr. Albrecht Kissel

Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, Boehringer Ingelheim Vetmedica, GmbH

Kopie:
Herr Palmer
Herr Lucke

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Erstellt:
1. Dezember 2006, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Dezember 2006, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Dezember 2006, 12:00 Uhr

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