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Der Bahn Beine gemacht

Bald wird es fast nur noch die laubfroschgrünen Fernbusse auf Deutschlands Straßen geben. Marktführer Flixbus verleibt sich die gelbe Konkurrenz ein, weil der Postbus nicht auf seine Kosten kommt. Damit teilt die Post das Los anderer Anbieter, die schon das Handtuch geworfen haben.

04.08.2016
  • HELMUT SCHNEIDER

Das Ganze ist nicht überraschend. Jeder neue Markt, der auf großes Interesse stößt, durchläuft die klassische Entwicklung: Es treten viele Anbieter an, sie müssen mit günstigen Preisen die Kundschaft ködern und hoffen, dass sie für das anfängliche Zuschussgeschäft genug Geld oder einen geduldigen Geldgeber mitbringen. Der Erfolg trennt dann die Spreu vom Weizen.

Zwei Fragen stellen sich: Ist der Fernbusmarkt jetzt nicht zum Quasi-Monopol von Flixbus geworden, welches das Kartellamt untersagen müsste? Und für die Kunden noch wichtiger: Werden jetzt die Preise steigen?

Das Kartellamt winkt ab und verweist auf die Vorschrift, dass man erst bei Fusionen jenseits der Umsatzschwelle von 500 Millionen Euro tätig werde. Das mag formal richtig sein, verwundert aber doch. Denn die Fernbus-Liberalisierung ist eine Erfolgsgeschichte par excellence: Die Umsätze gehen steil in die Höhe.

Die Gefahr des Machtmissbrauchs, die das Kartellamt im Auge haben muss, droht allerdings nicht. Denn Preiserhöhungen des Quasi-Monopolisten Flixbus haben eine natürliche Grenze: die Konkurrenz durch die zuvor biedere Bahn. Konkret: Wenn die Fernbusse wieder deutlich teurer werden, kehrt die Kundschaft zur Bahn zurück. Das ist das noch wichtigere Ergebnis der Fernbus-Geschichte: Sie hat dem Staatsunternehmen Bahn Beine gemacht.

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04.08.2016, 06:00 Uhr
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