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Königliches Instrument fürs Kloster Weggental

Der Aufbau der neuen Orgel hat begonnen / Einweihung und erstes Konzert am dritten Adventssonntag

Der Aufbau der neuen, rund 500 000 Euro teuren Weggental-Orgel hat begonnen. Bis zum 3. Advent soll die Königin der Instrumente mit ihren drei Manualen, 30 Registern und rund 2300 Orgelpfeifen spielbar sein. Bis dahin ist noch viel Arbeit zu leisten.

07.10.2014

Von Ulrich Eisele

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Weggental. Die Orgelbaufirma Jann aus Allkofen, Kreis Landshut, hat von der Domgemeinde den Auftrag für den Bau der neuen Orgel bekommen. Die alte aus dem Jahr 1967 wies gravierende Mängel auf. Sie wurde von der Firma Späth / Ennetach in ein bestehendes, 1938 von Architekt Walter Supper entworfenes Gehäuse eingebaut.

Doch Risse im Windverteilungssystem machten das Oberpositiv nur noch begrenzt spielbar. Eine Reparatur hätte sich auch deshalb nicht gelohnt, weil für das alte Instrument „schlechtes Material“ verwendet wurde, wie Pater Otfried Reuter sagt. Deshalb wurde die alte Orgel abgebaut und an eine Gemeinde in der Nähe von Krakow / Polen verkauft.

Rund 500 000 Euro für den Orgel-Neubau

Orgelbauer Richard Schmidt zeigt den Gebläsekasten mit den Ventilen, über die die Luft in die Pfeifen strömt. Bild: Eisele

Für den Orgelneubau müssen die Mitglieder der Domgemeinde selbst aufkommen. Kirchensteuern dürfen sie dafür nicht verwenden. Rund 500 000 Euro wird die neue Weggental-Orgel kosten. Zur Finanzierung hat sich ein Förderverein gebildet, der bisher rund 350 000 Euro an Spenden sammelte. Die Deckungslücke muss die Domgemeinde schließen, bis der Rest zusammen ist.

Für Orgelbaumeister Richard Schmidt ist der Aufbau der dreimanualigen Orgel mit 30 Registern nichts Alltägliches. Zwar wurden bei Jann auch schon größere Orgeln gebaut – etwa die für die Kathedrale in Porto oder die Stiftspfarrkirche in Altötting. Doch die Weggental-Orgel gehört schon zu den „größeren Aufträgen“, wie Jann-Mitarbeiter Markus Schanze sagt.

Das Orgelgehäuse im Rohbau bei der Firma Jann in Allkofen. Firmenbilder

Rund zwei Wochen wird der „technische Aufbau“ des 6,5 Tonnen schweren Instruments dauern, das in der Werkstatt von Jann schon einmal komplett zusammengebaut war. Dann rücken Intoneure an, die jede der 2300 Pfeifen einzeln ein- und aufeinander abstimmen. Bis zu sieben Wochen kann das dauern.

Ob die Orgel am Einweihungs-Sonntag, dem 3. Advent, fertig ist, steht noch nicht fest. Doch spielbar sein sollte sie dann auf jeden Fall. Einer der ständigen Weggental-Organisten wird erstmals die Register der neuen „Königin“ ziehen – Bernhard Kugler oder Prof. Wolfram Rehfeld. Den Einweihungsgottesdienst wird Weihbischof Johannes Kreidler halten.

Der neue Orgelprospekt.

Info Spenden für die Orgel nimmt die Weggentalpflege, Kontonummer 105 364 002 bei der Volksbank Herrenberg-Rottenburg (BLZ 603 913 10) entgegen.

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Erstellt:
7. Oktober 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Oktober 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2014, 12:00 Uhr

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