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KommentarTürkei

Denkzettel für Erdogan

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat hoch gepokert – und verloren. Bei der von ihm erzwungenen Neuwahl in Istanbul konnte sich der Oppositionskandidat Ekrem Imamoglu deutlicher durchsetzen als im ersten Anlauf Ende März.

24.06.2019

Von GERD HÖHLER

Das Wahlergebnis ist nicht nur ein großartiger Erfolg für Imamoglu, sondern auch ein Warnsignal an den Staatschef: Erdogan ist nicht mehr unbesiegbar. In Istanbul begann er 1994 als Bürgermeister seinen Aufstieg. 25 Jahre später könnte diese Kommunalwahl den Anfang vom politischen Abstieg Erdogans markieren.

Vor allem aber ist diese Wahl ein Sieg für die geschundene türkische Demokratie. Systematisch hat Erdogan in den vergangenen Jahren Freiheitsrechte eingeschränkt, die Gewaltenteilung untergraben und seine politischen Gegner eingeschüchtert. Seit dem Putschversuch vor drei Jahren geht er mit einer beispiellosen Welle von „Säuberungen“ gegen seine Kritiker vor. Aber den Freiheitswillen der Menschen hat Erdogan nicht unterdrücken können. Interessant wird nun sein, wie der Staatschef mit dem Ergebnis umgeht.

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Erstellt:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 06:00 Uhr

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