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Sport

Denkmal Beckenbauers vor dem Einsturz

Das vermeintlich makellose Bild der Lichtgestalt Franz Beckenbauer bekommt heftige Kratzer. Eine Erklärung für die Affären lässt auf sich warten.

24.10.2015
  • DPA/SID

Dortmund Das Rampenlicht lässt Franz Beckenbauer eigentlich nur ungern aus. Erst Anfang Oktober zeigte sich der omnipräsente Fußball-Kaiser bei seinem Camp Beckenbauer, wie er am liebsten gesehen wird - Handshake mit IOC-Präsident Thomas Bach, neben DFB-Chef Wolfgang Niersbach.

Doch jetzt, eine Woche später, hatte Franz Beckenbauer keine Lust auf den roten Teppich. Die "aktuelle Entwicklung" habe ihn bewogen, auf seinen geplanten Besuch der Eröffnungsgala des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund mit zahlreichen prominenten Gästen zu verzichten, ließ der "Kaiser" gestern ausrichten. Dabei erscheint Beckenbauer in dieser "Entwicklung", der Affäre um die WM 2006, immer mehr als Schlüsselfigur. Erklären will er sich allerdings nicht. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

Dabei drängt sich zurzeit vor allem eine Frage auf: Was weiß Beckenbauer? Noch bevor dieser darauf eine Antwort geben wollte, fängt das Denkmal des deutschen Fußball-"Kaisers" bedenklich an zu bröckeln. Wenige Wochen nach den Elogen zu Beckenbauers 70. ist nicht einmal mehr auszuschließen, dass dieses Denkmal komplett einstürzt.

Schon das Verfahren vor der Ethik-Kommission, um seine mangelnde Kooperation im Zuge der Untersuchung der umstrittenen WM-Vergaben 2018 und 2022, fügte dem makellosen Bild der Lichtgestalt deutliche Kratzer zu. Die Rolle als Strippenzieher und Organisationschef bei der Bewerbung um die Weltmeisterschaft 2006 wirft allerdings noch deutlich mehr Fragen auf.

Im Zentrum steht ein kolportiertes Treffen von Beckenbauer mit Fifa-Boss Joseph Blatter Anfang 2002 in Zürich. Dabei soll es laut Niersbach zu einer Einigung für eine Überweisung von 6,7 Millionen Euro an die Fifa gekommen sein. Diese Zahlung habe der damalige Adidas-Chef und Beckenbauer-Intimus Robert Louis-Dreyfus vorgenommen. Dabei zeichnen nicht nur der angezählte Niersbach, sondern auch dessen Vorgänger Theo Zwanziger und auch der Organisationskomitee-Vize Horst R. Schmidt ein klares Bild: das eines Alleingangs Beckenbauers. Inzwischen ist klar: Beckenbauer ließ andere zahlen - die Kosten muss er am Ende womöglich selbst bezahlen.

Denkmal Beckenbauers vor dem Einsturz
Schwere Korruptionsvorwürfe: Franz Beckenbauer. Foto: afp

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24.10.2015, 12:00 Uhr
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