Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Den Strand nicht ganz sperren
Zaun des Anstoßes: Wie hier in Hooksiel sperren Gemeinden ihre Strände ab, um Eintritt kassieren zu können. Foto: dpa
Küste

Den Strand nicht ganz sperren

Gemeinden dürfen an Nord- und Ostsee nur dort Eintritt verlangen, wo sie die Badequalität mit Investitionen erhöhen, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht.

14.09.2017
  • DPA

Leipzig/Wangerland. Eintrittsgebühren für zwei Strände der niedersächsischen Nordseeküste sind weitgehend rechtswidrig. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gestern Abend entschieden (Az 10 C 7.16). Jetzt müssen alle Gemeinden an den deutschen Küsten prüfen, ob ihre Strandgebühren rechtens sind.

Zwei Bewohner der niedersächsischen Nordseeküste hatten gegen die Gemeinde Wangerland geklagt. Deren kommunale Touristik GmbH verlangt von Tagesgästen ein Eintrittsgeld von regulär 3 Euro, wenn sie die zwei von der Gemeinde gepflegten Strände betreten wollen. Die Strände sind 9 Kilometer lang.

Die Inanspruchnahme nahezu des gesamten Strandes sei unverhältnismäßig, entschieden die Richter. Die Touristik GmbH hatte den Strand eingezäunt. Die Kläger dürfen jetzt weite Teile des Strands kostenfrei besuchen.

Dass die Gemeinde den Strand sauber halte und immer wieder Sand aufschütte, reiche als Begründung nicht aus, um an fast dem gesamten Küstenabschnitt Eintritt zu verlangen, befanden die Richter. Das sei nur an solchen Abschnitten rechtens, an denen die Gemeinde etwa mit Kiosken, Umkleidekabinen und Toiletten für eine höhere Badequalität sorge. Dort müssen die Kläger weiterhin Eintritt zahlen.

Die Richter stützten sich in ihrem Urteil unter anderem auf Artikel 2 des Grundgesetzes. Er sieht die allgemeine Handlungsfreiheit vor. Die Kläger waren zuvor vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg und dem Oberverwaltungsgericht gescheitert.

An der Nordseeküste wird von Tagesgästen meistens Strandeintritt verlangt. In Mecklenburg-Vorpommern hingegen gebe es keine umzäunten Strände, sagt Tobias Woitendorf, der Sprecher des Tourismusverbands. In manchen Gemeinden müssten Tagesgäste aber Kurtaxe bezahlen, wenn sie ans Meer wollten. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

14.09.2017, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular