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Debatte um die Auskreisung von Reutlingen


Es gibt im Fernsehen die Quizsendung „Jeopardy“, bei der den Kandidaten eine Antwort gegeben wird und diese dann die entsprechende Frage formulieren müssen. Beispiel: Der Moderator sagt, „Dieses Tier fällt Bäume und staut Flüsse mit Dämmen.“ Mitspieler punkten dann mit der Frage „Was ist der Biber?“

Die Stadt bezeichnet die Umfrage und deren Ergebnis als nicht repräsentativ, während sich der Landkreis in seiner Position bestätigt sieht: Die Fronten beim Thema Stadtkreisgründung bleiben auch nach der IHK-Umfrage verhärtet.

In die Debatte um die Gründung eines Reutlinger Stadtkreises kommt Bewegung. Die Regierungsfraktionen von Grünen und CDU im Landtag haben eine Große Anfrage an ihre eigene Landesregierung gestellt. Wie weiterlesen

Immer wieder trifft man in Reutlingen auf Leute, die zwar keine Ahnung haben, ob ein eigener Reutlinger Stadtkreis denn gut oder schlecht wäre – aber eines können sie auf jeden Fall sagen: Dass das Land nach dem Antrag der Reutlinger Stadtverwaltung in dieser Sache zwei Jahre lang so gut wie gar nichts unternommen hat, das sei auf jeden Fall nicht in Ordnung. Und das ist noch die gemäßigte Ausdrucksform.

Das war ein seltsames Jubiläum: Zwei Jahre, nachdem die Stadt Reutlingen beim Land den Antrag auf Gründung eines Stadtkreises gestellt hatte, lud OB Barbara Bosch zur Pressekonferenz. Nicht etwa, weil sie neue Informationen aus Stuttgart zu berichten hatte, sondern vielmehr, weil immer noch nichts geschehen ist.

Es ist immer wieder auffällig, wie fest OB Barbara Bosch davon ausgeht, dass der von ihr angestrebte Stadtkreis Reutlingen auch Realität wird. Zuletzt war das beim Treffen der Landkreise in der Stadthalle zu hören. Wieso aber ist sie davon so überzeugt? „Weil ich noch kein Argument gehört habe, das gegen eine Stadtkreis spricht, das sage ich ganz ernsthaft“, erklärte sie dem TAGBLATT.

Als Reutlingens OB Barbara Bosch zu Beginn des Landkreistags gefragt wird, wie es ihr im Kreise der Landkreise denn so gehe, erkennt sie den Hintergedanken sofort: „Gut, warum nicht? Ich bin hier als Präsidentin des Städtetages.“

Historisch niedrige Zinsen, eine überdurchschnittliche Zunahme der Einwohnerzahl sowie die große Herausforderung durch die Zuwanderung von Flüchtlingen – das ist Anlass für die Reutlinger Stadtverwaltung, mit dem Entwurf des Doppelhaushalts für die kommenden beiden Jahre einen „epochalen Sprung“ zu machen.

Annähernd 2000 Besucherinnen und Besucher haben gestern den 12. Reutlinger Schwörtag neuer Zeitrechnung gefeiert. OB Barbara Bosch warnte vor destruktivem Klima durch Mäkelei und betonte dasPotenzial der Stadt.

Das war schon starker Tobak, was dem Reutlinger Gemeinderat da am Dienstag als Stellungnahme zur Stellungnahme des Landkreises zum Antrag der Stadt auf Stadtkreisgründung präsentiert wurde. Ein wenig fühlte man sich in den Sandkasten von Kleinkindern versetzt. Nach dem Motto: Nimmst du mir ein Förmchen weg, hau ich dir mein Schäufelchen auf den Kopf.

Die Erwiderung der Stadt Reutlingen auf die Stellungnahme des Landratsamtes zur Stadtkreisgründung liegt vor. Ihr vernichtendes Fazit: Der Landkreis habe dem Antrag der Stadt weder inhaltlich noch formal etwas entgegenzusetzen und sei zudem fachlich nicht fundiert.

Die Integrationsarbeit gelinge dort am besten, wo Volkshochschulen mit der Arbeitsagentur zusammenarbeiten, hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gestern bei seinem Besuch der Reutlinger Volkshochschule betont.

Premiere für den CDU-Landtagsabgeordneten Wilfried Klenk: Erstmals hat er am Samstag Reutlingen in seiner neuen Funktion als Landtagspräsident besucht – und lobende Worte für die Stadt hinterlassen.