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Kommentar

Daumen drücken

Machtkämpfe haben für Außenstehende etwas Faszinierendes. Insbesondere wenn ihnen keine Nachteile drohen. Beim Duell von Edeka mit Nestlé um bessere Einkaufskonditionen sind die Folgen noch nicht so genau absehbar.

20.02.2018

Von DIETER KELLER

Berlin. Wer unbedingt Soßen von Maggi oder Mayonnaise von Thomy kaufen will, muss demnächst vermutlich zu Rewe oder einem anderen Einzelhändler gehen. Es gibt Schlimmeres, zumal auch andere Hersteller vergleichbare Produkte anbieten.

Normalerweise sitzen die großen Einzelhandelskonzerne gegenüber den Herstellern am längeren Hebel. Schon angesichts ihrer Marktmacht können sie die Einkaufspreise drücken. Dagegen kann das Kartellamt nur in Extremfällen einschreiten. Die Verbraucher profitieren: In Deutschland sind die Preise besonders niedrig. Allerdings geht dies auf Kosten der Hersteller und von deren Lieferanten, beispielsweise der Bauern. Gerade Nestlé steht da nicht immer im besten Licht.

Die schiere Größe und die bekannten Marken bescheren auch dem Schweizer Konzern viel Macht. Letztlich sollten die Verbraucher ihm die Daumen drücken, dass er langen Atem beweist. Denn wenn nicht einmal er sich gegenüber Edeka durchsetzen kann, sind mittelständische Lebensmittelproduzenten in Verhandlungen erst recht verloren. Niedrige Preise allein sind nicht alles.

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Erstellt:
20. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2018, 06:00 Uhr

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