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Kommentar Antisemitismusdebatte

Das geht zu weit

Rainer Wendt ist kein Mann der Zurückhaltung. Der Chef der kleinen Polizeigewerkschaft DPolG spuckt gern große Töne: Härtere Strafen, null Toleranz, Recht und Ordnung sind sein Sound. Wendts jüngste Einlassung zum Thema Antisemitismus aber lässt sich nicht mehr als schriller Debattenbeitrag abhaken.

05.04.2018

Von ELLEN HASENKAMP

Berlin. Er hat recht, wenn er mehr Einsatz gegen Antisemitismus fordert, und wenn er auf das Problem eines muslimischen Antisemitismus in Deutschland hinweist. Doch sein Satz „Wenn Kinder zu Antisemiten erzogen werden, darf man nicht davor zurückschrecken, sie aus ihren Familien herauszunehmen“, ist eine Ungeheuerlichkeit. Kinder den Eltern zu entreißen, ist eine schwerwiegende Entscheidung, die nicht umsonst selbst bei dringender Gefahr für das Kindeswohl an strengste Voraussetzungen geknüpft ist.

Wendts Aufruf hinterlässt zudem Ratlosigkeit: Wer ist „man“? Die Jugendämter? Die Polizei? Die Synagogen? Wer soll sich anschließend um die Kinder kümmern? Und wie soll die häusliche Erziehung kontrolliert werden? Wendt setzt sich dem Verdacht aus, Chef einer Gesinnungspolizeigewerkschaft sein zu wollen.

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Erstellt:
5. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
5. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. April 2018, 06:00 Uhr

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