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Flugzeug geht nach Bruchlandung in Flammen auf, alle Passagiere überleben

Das Wunder von Dubai

Als Flug EK521 hart auf der Landebahn in Dubai aufschlägt, droht eine Katastrophe. Doch alle 300 Insassen überleben. Ein Feuerwehrmann stirbt.

04.08.2016
  • BENNO SCHWINGHAMMER, DPA

Dubai. Es ist ein bizarres Bild. Hunderte Passagiere gehen zügig, aber ruhig über das Rollfeld. Weg von dem Flugzeug, das sie aus Indien nach Dubai gebracht hat. Einige Fluggäste hatten sogar Zeit, ihre Koffer mitzunehmen, wie ein Video im Internet zeigt. Und das, obwohl Flug EK521 gerade bei der Landung verunglückt ist: Dicker Qualm steigt im Bildhintergrund in die Luft. Wenige Minuten später erschüttert eine Explosion die Boeing. Flammen brennen das halbe Flugzeug nieder. Dass alle Insassen entkommen sind, scheint riesiges Glück. Ein Todesopfer gibt es am Mittwoch aber zu beklagen: Ein Feuerwehrmann stirbt bei den Löscharbeiten.

Die Evakuierungsmaßnahmen der Fluggesellschaft Emirates, die zu den sichersten der Welt zählt, scheinen nach Plan funktioniert zu haben, wie Flugsicherheitsexperte Heinrich Großbongardt sagt. „Dass keinerlei Panik an Bord auftaucht – denn dann ist eine Evakuierung nicht so schnell möglich – auch das gehört zu den Leistungen der Kabinencrew.“ Ansonsten hätte der Mittwoch in Dubai weit schlimmer enden können.

Dabei hatte am Morgen im südindischen Thiruvananthapuram alles nach Plan begonnen. Die Boeing 777 hob im Bundesstaat Kerala ab und flog Richtung Golf. Nach gut dreieinhalb Stunden setzte die Maschine auf dem internationalen Airport in Dubai auf – allerdings alles andere als planmäßig. Die Maschine sei bei der Landung plötzlich abgesackt, aufgeschlagen und einige Meter hochgehoben worden, sagte eine Passagierin einem indischen Nachrichtensender. Ein Pilot, der den Vorfall beobachtete, erzählte: „Wir sahen große Flammen, dann schlug der Rumpf auf die Landebahn, und das rechte Fahrwerk brach, danach auch die rechte Turbine.“ Sicherheitsexperte Großbongardt sieht keine Hinweise auf technische Probleme während des Fluges wie einen Schaden der Fahrwerk-Hydraulik. Andernfalls wäre das Flugzeug wohl erst über Dubai gekreist, um Treibstoff zu verbrennen, um sicherzustellen, dass bei einer Notlandung möglichst wenig brennbare Flüssigkeit im Tank gewesen wäre. Auch hätte der Flughafen bei Hinweisen auf Probleme alle zur Verfügung stehenden Rettungskräfte an der Landebahn in Position gebracht.

Möglich scheint dem Experten aber, dass sogenannte Scherwinde die Landung erschwerten. Diese Luftströmungen mit schnell wechselnden Richtungen gelten als großes Risiko für startende und landende Flugzeuge. „Es gab in Dubai eine Warnung vor diesen Scherwinden und die Vermutung liegt nahe, dass das eine Rolle gespielt haben könnte.“

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04.08.2016, 06:00 Uhr
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