Drachenkämpfe, Engelslieder, Kamele am Brunnen

Das Tübinger Motettenprogramm und andere geistliche Konzerte

Sie ist die Konstante des Tübinger Musiklebens: Die Motette in der Stiftskirche, vor 67 Jahren in der Leipziger Thomanertradition begründet und mittlerweile deutschlandweit eine der letzten Reihen dieser Prägung.

23.05.2012

Tübingen. Rund 45 Motetten finden jährlich ihren festen Platz in Tübingens größtem geistlichen Konzertgebäude, der Stiftskirche am Holzmarkt. Und weiterhin wird dabei auch kein Obolus erhoben, stattdessen aber am Ende der Konzerte die freiwillige Kollekte eingesammelt.

Erstmals gibt es in diesem Jahr eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn Programmeinführungen vor einigen ausgewählten Motettenprogrammen.

Nach den ersten fünf Motetten der beiden derzeitigen Frühjahrs- und Sommerquartale wird das Programm am kommenden Samstag, 26. Mai mit dem Richard-Wagner-Schwerpunkt „Zum Raum wird hier die Zeit“ fortgesetzt, dem am heutigen Mittwoch um 19 Uhr ein Gesprächskonzert vorgelagert ist (siehe links unten).

Weitere Motetten im Überblick: Am 2. Juni spielen David Timm und Reiko Brockelt (Orgel und Saxophon) Werke von Johann Sebastian Bach, Reger, Timm und anderen.

Am 9. Juni spielt das Frankfurter Ensemble „In Paradiso“ Werke von Domenico Mazzocchi.

Am 16. Juni sitzt Hauptorganist Horst Allgaier an der Stiftskirchenorgel, unter anderem um Gerhard Steiffs „Das Kamel am Brunnen – Melodram für Liturgin und Orgel“ aufzuführen.

Der andere Stammgast an der Stiftskirchenorgel, Kantor Ingo Bredenbach, spielt am 23. Juni anlässlich Buxtehudes 375. Geburtstag dessen „Sämtliche Orgelwerke“, vierte Sendung.

Das Nagolder Vokalensemble „Ton-Art“ musiziert am 30. Juni („Gott, du bist mein Gott“).

„Volles Jazz Quartett“ mit Jochen Volle am Klavier interpretiert am 7. Juli Kinder- und Abendlieder („Traum der eigenen Tage, die nun ferne sind“).

Der Chor des Evangelischen Stifts führt am 14. Juli in der Motette unter der Leitung von Hans-Peter Braun Biblische Liebeslieder auf („Das Hohelied Salomons – Die Sprache der Liebe“).

Der Naumburger Kammerchor betitelt sein Programm für den 21. Juli: „Befiehl du deine Wege“.

Danach pausiert die Motette einen Monat lang, um dem 16. Tübinger Orgelsommer Platz zu machen (mehr dazu rechts). Am 1. September geht?s aber weiter mit Orgel und Querflöte (Hartmut Meinhardt und Corinna Frühwald), und am 8. September mit Orgel und Viola (Ingo Bredenbach und Wolfgang Richter). Am 15 September versichert das Südwestdeutsche Posaunenquartett: „Herzlich tut mich erfreuen“.

Das Kammerensemble „EXtraCHORd“, Erster Preisträger beim Deutschen Chorwettbewerb 2010, gastiert am 22. September mit dem Programm „Vom Tod zum Leben“.

Wiederum mit einem Gesprächskonzert wird am 26. September die Motette „Drachenkampf und Engelslied“ vorbereitet, die daraufhin am 29. September erklingt.

Weitere Tübinger Kirchenmusik in den nächsten Tagen:

Am kommenden Freitag, 25. Mai interpretieren um 20.08 Uhr in der Stiftskirche Studierende der Orgelklassen der Tübinger Hochschule für Kirchenmusik Orgelkompositionen aus verschiedenen Jahrhunderten; es stehen Werke von Buxtehude, Bach, Alain und Vierne auf dem Zettel. Der Eintritt ist frei.

Und schließlich führen am kommenden Sonntag, 27. Mai Vokalsolisten und die Camerata viva unter der Leitung von Hans-Peter Braun im pfingstlichen Kantatengottesdienst um 11 Uhr in der Stiftskirche Johann Sebastian Bachs Kantate „ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte“ (BWV 174) auf.wit

Immer samstags um 20 Uhr: die Motette unter der Tübinger Stiftskirchenorgel.

Richard Wagner

Das nächste Gesprächskonzert gestaltet das Klavierduo Hayashizaki/Hagemann am heutigen Mittwoch von 19 bis 20 Uhr in der Stiftskirche. Zur Vorbereitung auf die Motette am kommenden Samstag um 20 Uhr wird die Kompositionstechnik im „Parsifal“ von Richard Wagner an ausgewählten Tonsätzen für Klavier zu vier Händen vorgestellt, arrangiert von seinem Schüler (und „Hänsel-und-Gretel“-Komponisten) Engelbert Humperdinck.

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Erstellt:
23. Mai 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
23. Mai 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2012, 12:00 Uhr

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