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Bildung

Das Thema heißt Wirtschaft

Paris leistet sich für Millionen Euro ein Museum, das die Ökonomie verständlich machen will. Geht das?

20.08.2019

Von DPA

Der Tresorsaal, jetzt Kinosaal. Foto: Sabine Glaubitz

Paris. Im ehemaligen Banktresor sind Ausschnitte aus dem Kurzfilm „Die Bank“ mit Charlie Chaplin zu sehen. Christian Champin zeigt „Djibrila“, eine Kuh-Skulptur aus Metallabfällen, mit der der Franzose auf das Problem der Überproduktion der Welt hinweisen will. Paris besitzt seit wenigen Wochen die Citéco, ein Museum für Wirtschaft, in dem es auch ein Café gibt. Ziel ist es, das komplexe Weltwirtschaftsgeschehen originell zu vermitteln. Die Erklärungen sind dabei nicht nur auf Französisch, sondern immerhin auch auf Englisch und Spanisch.

Als Modell diente der „Citéco“, der Cité de l'économie et de la monnaie (etwa: Stätte für Wirtschaft und Geld), das Museo Interactivo de Economía in Mexiko-Stadt, das vor 13 Jahren als das weltweit erste multimediale und interaktive Wirtschaftsmuseum galt.

Das Museum liegt im schicken 17. Arrondissement von Paris und ist ein schönes Gebäude im Neorenaissance-Stil. Erbaut wurde die schlossähnliche Villa zwischen 1878 und 1882 von dem Architekten Jules Février, der sich von den Loire-Schlössern inspirieren ließ. Das architektonische Juwel war für den Bankier Émile Gaillard als Residenz bestimmt, vor allem aber diente es dazu, seine bedeutende Sammlung an Mittelalter- und Renaissancekunst unterzubringen.

Im Jahr 1919 wurde es dann von Frankreichs Nationalbank, der Banque de France, erworben. Heute steht es unter Denkmalschutz, weshalb trotz der umfangreichen Umbauarbeiten vieles noch daran erinnert, dass hier die Bank bis 2006 ihre reichen Kunden empfing, um Wertvolles in Verwahrung zu nehmen. Dazu gehört der „Salle de coffres“, der Tresorsaal, hinter dessen schwerer Panzertür im Untergeschoss sich noch immer rund 110 Banktresore befinden. Auch die Zugbrücke existiert noch, die über einen Wassergraben dorthin führt. Nur werden im „Salle de coffres“ keine Goldbarren oder Wertpapiere mehr aufbewahrt. Gezeigt wird der Kurzfilm „Die Bank“ von Charlie Chaplin und wer will, kann eine eigene Banknote entwerfen. dpa

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Erstellt:
20. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. August 2019, 06:00 Uhr

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