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Pflegenotstand

Das System hat Fieber

Offener Brief des ökumenischen Teams der Klinikseelsorge.

03.02.2018

Von ST

Eine „deutliche Veränderung im Gesundheitswesen“ fordern 14 Klinikseelsorger/innen des Uniklinikums Tübingen von den Verantwortlichen im Gesundheitswesen in einem am Donnerstag veröffentlichten Offenen Brief.

Man teile die Not der Kranken hinsichtlich ihrer Versorgung und die der Mitarbeiter, was ihre Arbeitsbedingungen angeht: „Pflegekräfte kommen an ihre Grenzen durch steigende Patientenzahlen bei immer kürzer werdenden Liegezeiten und vielen gleichzeitig ablaufenden Vorgängen.“ Sie könnten die eigenen Ansprüche an die Qualität ihrer Arbeit nicht mehr erfüllen, kämen an ihre seelische und körperliche Belastungsgrenze. Die Notwendigkeit häufigen Einspringens aufgrund vieler Vertretungsdienste belaste Einzelne wie Teams. Das Risiko von Fehlern bei der Arbeit steige.

Viele schwerkranke und chronisch kranke Patienten würden in ihren „sehr individuellen Notlagen“ nicht in die Schemata, die das Gesundheitssystem zur Finanzierung geschaffen hat (beispielsweise Fallpauschalen), passen. Krankenhäuser als Einrichtungen der Daseinsvorsorge dürften „nicht der profitorientierten Wirtschaftlichkeit unterliegen“. Deshalb unterstütze man die Bemühungen, das Gesundheitswesen zu reformieren: „Wir solidarisieren uns mit der Forderung nach mehr Personal in den Kliniken. Dabei sehen wir auch die Zwickmühle des Vorstands zwischen finanziellen Engpässen, politischen Vorgaben und seiner Verantwortung für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.“

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Erstellt:
3. Februar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Februar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2018, 01:00 Uhr

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