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30 Jahre Die Fantastischen Vier

Das Stadtpalais bleibt sich „troy“

Von Juli an zeigt das Museum an der B 14 die Ausstellung „Troy – 30 Jahre Die Fantastischen Vier“. Bandmitglied Thomas D erklärt, warum er anfangs skeptisch war und sich nun darauf freut.

18.06.2019

Von Caroline Holowiecki

Die Musiker haben auch einige Erinnerungsstücke zu der Ausstellung im Stadtpalais beigesteuert. Foto: Robert Grischek

Das Stuttgarter Stadtpalais hat einen neuen Coup gelandet. Im Juli eröffnet im zweiten Obergeschoss die Sonderausstellung „Troy – 30 Jahre Die Fantastischen Vier“. Der Museumsdirektor Torben Giese freut sich drauf, die Hommage an „die bekanntesten Schwaben“ in seinem Haus präsentieren zu dürfen: „Da träumen wir hier schon lange davon.“

Thomas Dürr, ein Viertel der Fantastischen Vier und besser bekannt als Thomas D, bekennt indes, der Idee anfangs kritisch gegenübergestanden zu sein. Das Thema sei ihm so rückwärtsgewandt erschienen: „Ich interessiere mich mehr für die Zukunft.“ Zumal er und seine Kollegen bereits vor fünf Jahren, zum 25-Jahr-Jubiläum, in unzähligen Interviews die Vergangenheit hätten Revue passieren lassen. „Da ist das Thema des Alters“, fügt er hinzu. Das Konzept, das Torben Giese vorgelegt hatte, habe ihn allerdings überzeugt. „Das ist kein oberflächliches Durch-die-Jahrzehnte-Gehen“, vielmehr sei die Schau multimedial und innovativ. Er lobt: „Dem Stadtpalais gelingt es immer, Ausstellungen zu schaffen, die alle Sinne bedienen.“

Natürlich bleibt sich das Museumsteam bei „Troy“ treu und wird wie bei anderen Präsentationen zuvor wieder viel Musik spielen, „aber die Ausstellung wird nicht unbedingt laut“, sagt Torben Giese. Im Zentrum werden Dioramen stehen – begehbare Bilder, die Songs wie „Tag am Meer“ visuell, haptisch und akustisch erlebbar machen. „Es ist uns wichtig, dass man in diese Popwelt eintauchen kann und selbst ein Teil davon wird“, erklärt der Macher. Die Fantastischen Vier gehörten in Deutschland zum allgemeinen Pop-Gut und seien ein Stück Stadtgeschichte, daher soll nach Torben Gieses Geschmack der Rundgang zur „Reise in die eigene Erinnerung“ werden. Thomas D freut sich drauf: „Ich glaube, dass wir selber durchgehen und ,wow' denken werden.“

Viele einzigartige Exponate

Der Rapper kündigt zudem „sehr private“ Einsichten an, alte Fotos oder einen Wohnwagen, den ein Fan über und über beklebt hat. Die Band hat tief in Kisten gekramt und etwa die Bronx-Box zutage gefördert, einen von Andreas Rieke alias „And.Ypsilon“ selbst aus einem Bausatz zusammengebastelten Drumcomputer, „weil wir uns nichts anderes leisten konnten. Andy hat das Programm selbst geschrieben“. Auch den Fanta-Vier-Schrein werden Fans zu sehen bekommen: eine aufklappbare Bühnenbox, „die uns schon unser ganzes Tourleben begleitet“, in der die Musiker beispielsweise Fan-Geschenke aufbewahren und an der sie vor jedem Auftritt gemeinsam einen Schnaps trinken. „Jetzt trinken wir den Schnaps ohne Schrein“, sagt Thomas D lachend.

Die Musiker sind heute in alle Richtungen verstreut. Nur noch „And.Ypsilon“ wohnt im Ländle. Thomas D kommt aber immer wieder gern, wie er sagt. „Meine Mutter lebt in Ditzingen. Und wenn wir sie mit der Familie besuchen kommen, nehmen wir ein Hotel in der Stadt und bummeln mal die Königstraße entlang.“ Dementsprechend stimmig sei es, dass die Ausstellung zum Bandjubiläum nicht anderswo zu sehen sein wird. „Das ist genau richtig. Das ist unsere Heimat.“

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Erstellt:
18. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2019, 06:00 Uhr

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