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Umsonst und draußen an der Stadthalle

Das Reutlinger KuRT-Festival steigt mit Antiheld und Teesy

Vom 19. bis zum 21. Juli wird der Bürgerpark wieder gerockt. Zeitgleich läuft im franz. K das inter:Komm.

11.07.2018

Von Uschi Kurz

Maximal 5000 Besucher/innen dürfen gleichzeitig auf das Festival-Gelände im Bürgerpark. Bilder: KuRT

Das KuRT-Festival ist eine eingeführte Marke: Mit über 20 000 Besuchern im letzten Jahr zählt es zu den größten Festivals in Baden-Württemberg. Auch im 12. Jahr gibt es im Bürgerpark wieder Musik satt – bei null Eintritt.

Man habe das KuRT etwas später terminiert als in den Vorjahren, erklärt Ida Wied vom Vorstand, „um an der WM vorbeizukommen“. Leider überschneide sich nun der Termin (vom 19. bis zum 21. Juli) teilweise mit dem Open-Air-Festival Inter:Komm im nahe gelegenen franz. Für die After-Show-Party, die normalerweise im franz. K steigt, weicht das KuRT deshalb in die Kaiserhalle, den Hades und das Basement aus.

Das 12. KuRT-Festival beginnt wie in den Vorjahren donnerstags um 20 Uhr mit einem Poetry Slam. „Ganz entspannt“, wie Wied betont, „das hat sich bewährt“. Jeweils von 16 bis 24 Uhr ist dann an den beiden Konzerttagen Programm. Bei der Musikauswahl wurde vermehrt Wert auf Regionalität gelegt. Als Headliner am Freitag kommt Antiheld aus Stuttgart, eine Indierockband, die ihren Stil selbst als deutschsprachige Popmusik „rau, ehrlich und mit Quetschkommode“ charakterisiert. Insgesamt, beschreibt Wied das Line-Up, werde der Freitag etwas rockiger als in den letzten Jahren: „Indierock statt Indiepop“.

Eröffnet wird der Freitag von Parallel, einem Straßenmusiker-Duo mit italienisch-türkischen Wurzeln. The Story of March sind vier Musiker aus Reutlingen, die melodische Songs mit einfühlsamen Texten mitbringen. Den weitesten Anfahrtsweg am ersten Festivalabend hat die Band Vizediktator, ein Quartett aus Berlin mit politischem Straßenpop im Gepäck. Vor den fünf Antihelden aus Stuttgart betritt die Karlsruher Band Grizzly die Bühne im Bürgerpark.

Der Samstag ist wieder der HipHop-Tag. Der beginnt mit Extra Large aus Bad Saulgau/Weingarten, den Ulmer Deutschrappern Loyal Bandits und Refugees of Rap – einer Band von geflüchteten Syrern, die mittlerweile in Frankreich leben. Johnny Rakete geht dann am frühen Abend ab, bevor die Brüder Mädness und Döll aus Darmstadt ihren Auftritt haben. Mit Ahzumjot kommt einer der derzeit angesagtesten Rapper nach Reutlingen. Er und der Headliner, der Berliner Songwriter und Rapper Teesy, dürften zum Abschluss noch einmal für Ansturm sorgen. Aber wenn 5000 Besucher auf dem Gelände sind, dürfen die Veranstalter niemanden mehr reinlassen. „Mehr geht nicht“, sagt Wied. Um den Gästen einer zeitgleichen Veranstaltung in der Stadthalle nicht ins Gehege zu geraten, musste der Eingangsbereich verlegt werden: Die KuRT-Besucher werden hinter der Halle zum Eingang geführt. Kein Problem, meint Wied. Schwieriger sei, dass mit der gut frequentierten Freelatic-Fläche ein Teil des ehemaligen Back-Stage-Bereichs wegfällt. Und wenn das Hotel kommt, seien die Tage des KuRT-Festivals im Bürgerpark ohnehin gezählt: „Wir sind bereits auf der Suche nach einem neuen Gelände.“

Auf die Finanzen angesprochen meint Wied: „Bisher ging es immer null auf null aus, aber finanziell ist es immer ein schaukelndes Schiff.“ Ohne die großzügige Unterstützung der Sponsoren wäre das KuRT-Festival nicht zu stemmen.

Der Berliner Rapper Teesy tritt am Ende des KuRT-Festivals auf.

Mit Awareness-Team und mehr Security

Beim KuRT-Festival im vergangenen Jahr hatte es mehrere sexuelle Übergriffe und eine Messerstecherei gebeben. Um ähnliche Vorfälle zu vermeiden, hat das Orga-Team reagiert. Die Einlasskontrollen werden nur noch von einer professionellen Sicherheitsdienstfirma übernommen, auch das interne Sicherheitspersonal wurde aufgestockt und extra geschult. Sollte es dennoch zu Belästigungen kommen, steht ein Awarenessteam bereit. Diese Mitarbeiter/innen tragen blaue oder rote KuRT-T-Shirts. Werden sie gefragt, „Ist das grüne Team da?“, wissen sie Bescheid und bieten Hilfe an. Zudem gibt es ein Notfalltelefon, bei dem sich auch Anwohner melden können, wenn das Festival zu laut ist oder es einen anderen Grund gibt.

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Erstellt:
11. Juli 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Juli 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2018, 01:00 Uhr

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