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Das Phänomen Jugendsprache: Indikator des Sprachwandels
Bild: ©istock.com/LeoPatrizi

Das Phänomen Jugendsprache: Indikator des Sprachwandels

30.01.2018

Dass sich Sprache in ständigem Wandel befindet, ist keine Neuigkeit. Bei jeder Neuauflage des Standardwerkes finden neue Worte ihren Weg in den Duden. Regelmäßig sorgt dieses Thema für hitzige Debatten, da einige Bürger den Verfall der deutschen Sprache fürchten. Eine Bevölkerungsschicht, die grundsätzlich offen für Änderungen in der Sprache ist, waren schon immer Jugendliche und junge Erwachsene. Alljährlich kürt eine Jury das Jugendwort des Jahres. Im Jahr 2017 wurde diese Ehre dem Ausdruck „I bims“, was so viel bedeutet wie „ich bin’s“, zuteil. Zuvor waren es Ausdrücke wie „YOLO“ oder „hartzen“, welche die Jury des Langenscheidt-Verlags zum Jugendwort kürte.

Sprachwandel ist ein natürliches Phänomen

Seit jeher befindet sich Sprache stetig im Wandel. Es kommen neue Begriffe hinzu, allein schon, weil neue Technologien entwickelt werden und diese entsprechend benannt werden müssen. Begriffe wie Telefon oder Email waren einst ebenso neu wie es heute das Selfie oder die Fake News sind. Sprache ändert sich ständig und das nicht nur auf der lexikalischen Ebene. Auch alternative Zeitformen finden langsam ihren Weg in den alltäglichen Sprachgebrauch. Ein Beispiel dafür ist etwa das sogenannte „am-Progressiv“. Da gerade in Westdeutschland Sätze wie „Ich bin am Arbeiten“ oder „Opa ist am Schlafen“ fallen, wird diese spezielle Zeitform auch als Rheinische Verlaufsform bezeichnet. Zwar gehört diese Verbform noch nicht zum hochdeutschen Standard, allerdings gewinnt sie immer mehr an Bedeutung.

Auch für die Industrie ein wichtiger Faktor

Zunächst liegt die Vermutung nahe, dass Sprachwandel für die Industrie keinerlei Bedeutung hat. Allerdings ist diese Annahme schnell widerlegt, wenn man bedenkt, dass es beim Marketing darum geht, seine Zielgruppe ideal zu erreichen. Insbesondere wenn Jugendliche durch Werbeslogans angesprochen werden sollen, muss die Wortwahl passen. Wer in seiner Werbebotschaft von Disco und Fete spricht, wird bei einer jungen Zielgruppe nicht landen können. Dessen müssen sich Werbetexter und Marketingverantwortliche bewusst sein. Ein professionelles Übersetzungsbüro kann dabei sowohl bei der reinen Übersetzung als auch bei stilistischen Merkmalen des Textes behilflich sein. Der Hamburger Übersetzungsdienst Easytrans24.com beispielsweise antwortet auf das Phänomen Sprachwandel mit dem eigens entwickelten Mutterlandsprinzip. Es kommen entsprechend nur Übersetzer zum Einsatz, die in ihre eigene Muttersprache übersetzen und in einem Land leben, in welchem diese Sprache auch gesprochen wird. So erleben die Übersetzer Sprachwandel hautnah und sind auch mit regionalen Unterschieden vertraut. Diese hohe Sensibilität für Sprache ist im Marketing von unschätzbarem Wert.

Es kann auch nach hinten losgehen

Jugendsprache zu verstehen und an der richtigen Stelle gekonnt einzusetzen, ist eine wahre Königsdisziplin. Denn solche Unterfangen können auch nach hinten losgehen und im falschen Kontext eher auf Unreife als auf Coolness und „Hip-Sein“ rückschließen lassen: Letztendlich wird Jugendsprache unweigerlich mit der Jugend verbunden.

Bild: ©istock.com/LeoPatrizi

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30.01.2018, 11:48 Uhr
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