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Der Chemie-Konzern CHT will in der Krise wachsen / Beschäftigungsgarantie bis zum Jahresende

Das Know How bleibt in Tübingen

Gestärkt aus der Krise hervorgehen will der Tübinger Chemie-Konzern CHT. Die Strategie: Expansion in neuen Geschäftsfeldern, auch durch Zukäufe, und Mitarbeiter-Qualifizierung. Erfreulich für die Belegschaft: Für 2009 gibt’s eine Arbeitsplatzgarantie.

22.07.2009
  • Volker Rekittke

<strong>Tübingen.</strong> Die Wirtschaftskrise hat auch den Tübinger CHT-Konzern voll erwischt: Um 25 bis 30 Prozent brach der Umsatz im vierten Quartal 2008 ein. Aufs ganze Jahr gesehen war die Situation nicht ganz so dramatisch – der Konzernumsatz sank allerdings von 301 auf 289 Millionen Euro, der Vorsteuergewinn gar von 19,5 auf 8,6 Millionen Euro.

Und wie sieht’s im laufenden Jahr aus? Für 2009 rechnen die Geschäftsführer Erich Mechel und Uwe Halder wiederum mit einem Auftrags-Minus von 15 bis 20 Prozent. Zumindest im Deutschland- und Europa-Geschäft wird das Ergebnis damit ins Minus rutschen. Auf den Märkten in Asien und Lateinamerika sieht’s schon wieder besser aus, so dass der Konzernüberschuss am Jahresende insgesamt 2 bis 5 Millionen Euro betragen dürfte.

Während mancher Konkurrent in der Chemie-Branche auf die Krise mit Entlassungen reagierte, setzt CHT auf Expansion. Rund 1700 Mitarbeiter weltweit beschäftigt das Chemie-Unternehmen derzeit in seinen 21 Schwestergesellschaften – davon 550 an den Standorten Tübingen und Dußlingen. Seit April wird in Tübingen und Dußlingen kurzgearbeitet, entlassen wurde niemand. Im Gegenteil: Im laufenden Jahr sollen zehn neue Mitarbeiter eingestellt werden, außerdem verspricht Mechel: „In diesem Jahr wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“ Genauso wenig wie Arbeitsplatzabbau über Abfindungen oder andere „aktive Maßnahmen“.

Neueinstellungen gibt’s ausschließlich in dem, was Mechel und Halder „Neugeschäft“ nennen: In den Bereichen Textilpflege und Bauchemie (Anstrichfarben), bei Autopolituren, Bodenpflegemitteln oder Kosmetikprodukten gelang CHT im vergangenen Jahr – gegen den Gesamt-Trend – ein Umsatzwachstum von 30 auf 34 Millionen Euro. Der Anteil am Gesamtgeschäft liegt bereits bei knapp 13 Prozent – innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre soll er auf 20 Prozent ansteigen.

Ein wichtiges Thema ist dabei die Qualifizierung der Mitarbeiter an den Standorten Tübingen und Dußlingen. Immerhin 14,4 Millionen Euro investierte CHT im vergangenen Jahr in Gebäude, Maschinen und Software – schwerpunktmäßig in Tübingen. Und die Entwicklungsabteilung, so Halder, soll keineswegs ins Ausland verlagert werden, wie bei manchem Mitbewerber bereits geschehen: „Das Know How bleibt hier in Tübingen.“

Um das rasante Wachstum im Neugeschäft hinzubekommen, geht CHT nun erstmal auf Einkaufstour. Die Kasse dafür ist gut gefüllt: Der Konzern hat eine Eigenkapitalquote von 85 Prozent.

<div class='kasten_ueberschrift'> <div class='grundtext'> Tübinger Chemie für Brasilien bis China </div> </div> <div class='kasten_text'> <div class='grundtext'> Der Tübinger Chemie-Konzern CHT, der als Stiftung konstruiert ist, besteht aus 21 Gesellschaften – und hat noch viel mehr Vertretungen. Rund um die Welt wird mit Chemikalien zur Textil-Veredelung, aber auch mit Bauchemie oder Stoffen für die Textilpflege (etwa für Großwäschereien) gehandelt. Neben Tübingen, Dußlingen und dem niedersächsischen Oyten gibt es weltweit 12 weitere Produktionsstätten – die größten in der Türkei, Brasilien, China und der Schweiz. Das klassische CHT-Geschäft mit Textil-Hilfsmitteln (Waschmittel, Aufheller, Weichmacher, Färbebeschleuniger) geht in Europa und Nordamerika seit Jahren zurück. Wachstum gibt es in dem Bereich, der derzeit noch mehr als 85 Prozent am CHT-Umsatz ausmacht, hingegen in Südamerika und Asien. Erst im vergangenen Jahr wurde eine neue Chemie-Fabrik in Pakistan eröffnet. </div> </div>

Das Know How bleibt in Tübingen
„Wir bleiben an unseren Standorten in Tübingen und Dußlingen“, versprechen die CHT-Chefs Erich Mechel (links) und Uwe Halder. Bild: Metz

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22.07.2009, 12:00 Uhr
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