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Das Haus des Waldes in Degerloch führt Stadtkinder an Flora und Fauna heran
Architektonisches Highlight: Die Ausstellungshalle vom Haus des Waldes wurde vor 20 Jahren errichtet. Foto: Ferdinando Iannone
Natur zum Anfassen

Das Haus des Waldes in Degerloch führt Stadtkinder an Flora und Fauna heran

Im Haus des Waldes in Stuttgart-Degerloch kann man mit der Natur auf Tuchfühlung gehen – und außergewöhnliche Architektur erleben.

22.08.2016
  • RAINER LANG

Stuttgart. In den Ferien ist das „Haus des Waldes“ beliebtes Ziel für Familien. Der Name klingt nicht nur nach Abenteuer, es gibt dort für den Besucher so einiges zu erleben. Prunkstück der vor allem vom Land Baden-Württemberg getragenen waldpädagogischen Einrichtung in Stuttgart-Degerloch ist die 1996 errichtete Ausstellungshalle. Eine Hälfte ist vollverglast, ragt in den Wald hinein und verbindet damit den Wald draußen mit der Präsentation drinnen.

Das ist auch für Berthold Reichle, den Leiter des Hauses, ein „architektonisches Highlight“. Was unter dem Motto „StadtWaldWelt“ gezeigt wird, lässt nicht nur Kinderherzen schneller schlagen. Alles ist zum Anfassen und Mitmachen: von den Lebewesen des Waldes über die Weltkugel bis zum Computerspiel. Draußen führt ein barrierefreier Erlebnisweg in den Wald hinein. Selbst Rollstuhlfahrer und Blinde kommen hier problemlos zurecht. Unter dem Motto „Sinneswandel“ kann man durch Tasten, Fühlen, Zuhören und Lesen an fünf Stationen den Weg vom Sämling bis zum Holzprodukt nachvollziehen.

Auch das Jahresprogramm bietet interessante Themen. Zum Beispiel einen Tageskurs zum Thema Kräuter. Im Rahmen des Ferienprogramms werkeln rund zwei Dutzend Kinder zwischen acht und zwölf Jahren als „Waldkinder“ an Hockern oder Unterständen aus Holz. Von der L-Bank und der Initiative Joblinge gibt es ein Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen, die dort Möbel herstellen.

Bereits seit 25 Jahren wird hier im Wald gearbeitet. In diesem Jahr startet das Haus des Waldes jedoch mit einem neuen Konzept. Ein 45 Hektar großes Waldstück wurde als „Lernwald“ ausgewiesen, in dem Jugendliche ab 15 Jahren ein Stück Verantwortung in Sachen Fortwirtschaft übernehmen dürfen, wie Reichle erläutert. Sie entscheiden zum Beispiel, welcher Baum gefällt wird und was daraus entsteht.

Vier bis fünf Mal im Jahr sollen die jungen Leute im Wald arbeiten. Nach den Ferien wird dies zunächst mit Schülern erprobt. Kooperationspartner ist das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Sillenbuch. Reichle geht es „um eine gewisse Erdung und Erfahrung in der Natur“.

Die jungen Leute sollen „nicht nur konsumieren, sondern eigenverantwortlich handeln“, sagt der Förster. „Davon hängt unsere Zukunft ab“, ist er überzeugt. Für ihn gehören Wald und Mensch zusammen. Der studierte Forstwirtschaftler, der seit 15 Jahren das Haus des Waldes leitet, nimmt den Bildungsauftrag sehr ernst. Er hofft, dass der praktische Einsatz bei Jugendlichen Werte im Sinne von nachhaltigem Handeln befördert.

Wald- und Umweltpädagogik gehören zum Bildungsauftrag des Hauses. Hier gibt's eine deutschlandweit vorbildliche Zertifikatsausbildung zum staatlich geprüften Waldpädagogen. Das 1989 gegründete Haus des Waldes ist die größte Einrichtung ihrer Art im Land. Sie wird von der Landesforstverwaltung (Forst BW) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald getragen. Ihr Know-how ist auf nationaler und europäischer Ebene in Fachgruppen, im Austausch mit der Schweiz sowie beratend in Sachen Umweltbildung in Polen und China gefragt.

www.hausdeswaldes.de

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22.08.2016, 06:00 Uhr
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