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Kommentar

Das Eis taut langsam

16.02.2018

Von STEFAN KEGEL

Berlin. Wer erwartet hatte, Binali Yildirim würde der Bundeskanzlerin bei seinem Besuch die Freilassung Deniz Yücels auf einem Silbertablett servieren, wurde enttäuscht. Dies wird wohl noch dauern. Schon deshalb, damit die türkische Justiz ihre Eigenständigkeit demonstrieren kann. Dem Ministerpräsidenten ist allerdings daran gelegen, das tiefgefrorene Verhältnis zwischen beiden Ländern aufzutauen. Die Ankündigung, das Verfahren gegen Yücel werde bald starten, war wohl der Aperitif.

Offenbar zahlt sich Berlins neue Strategie gegen die politische Geiselnahme von Deutschen in der Türkei aus: rhetorischer Muskelaufbau inklusive Androhung einer Reisewarnung einerseits, stetig offene Gesprächskanäle andererseits. Natürlich ist das langsam einsetzende Tauwetter auch der schwächelnden Wirtschaft in der Türkei zuzuschreiben und dem Konflikt um den Einmarsch in Nordsyrien. Eine Isolation droht Ankara in beiden Fällen gefährlich zu werden, was das vorsichtige Einlenken erklären könnte. Dennoch: Noch immer sind nicht alle deutschen Politgefangenen frei. Zuckerbrot und Peitsche bleiben auf der Karte.

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Erstellt:
16. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2018, 06:00 Uhr

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