Beispiel 3

Das Debakel mit „Ella“

Der Stuttgarter Korrespondent Axel Habermehl beschreibt, wie eine ambitionierte Bildungsplattform scheitert.

06.11.2019

Von SWP

Foto: swp

Stuttgart. Jahrelang bastelte die Landesregierung unter Federführung der Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) an einer digitalen Bildungsplattform. Im September vergangenen Jahres wird das Projekt namens „Ella“ vorerst beerdigt – zu welchem Preis, bleibt zunächst offen. Die Verantwortung für das Scheitern schieben sich Eisenmann und die Organisation Iteos, ein kommunaler Zweckverband, munter hin und her. Iteos habe nicht liefern können, sagt Eisenmann. Das Kultusministerium habe immer wieder Nachforderungen gestellt, behauptet die Gegenseite. Eisenmann verlangt Verträge mit den Subunternehmen, die Iteos engagiert hat, der Verband liefert diese nicht und macht stattdessen Vorschläge, wie „Ella“ trotzdem gelingen könne. Doch Eisenmann glaubt nicht mehr daran.

Über die Entscheidung der Ministerin, sich von Iteos zu trennen und das Projekt komplett neu zu starten, berichtet der SÜDWEST PRESSE-Landeskorrespondent Axel Habermehl. Die Opposition dagegen schimpft über Eisenmann, sieht sich getäuscht und bringt einen Untersuchungsausschuss ins Spiel. Und auch der Koalitionspartner ist irritiert: Die Grünen beklagen, dass sie von der Ministerin nicht in die Entscheidung einbezogen wurden. Eisenmann kündigt indes an, das Projekt neu aufzusetzen.

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Erstellt:
6. November 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
6. November 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. November 2019, 06:00 Uhr

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