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Der Charme des Lesens

Das Bücherfest lockte mehr als 12.000 Gäste in die Altstadt

Das Tübinger Bücherfest lockte am Wochenende deutlich mehr als 12 000 lesehungrige Besucher in Gärten und Höfe der Altstadt, in Kirchen und auf Stocherkähne. Selbst das Wetter schaltete auf bücherfreundlich um, nämlich trocken.

17.05.2015

Von Dorothee Hermann

Tübingen. Es gibt einen Autor, der ist so etwas wie der König des Tübinger Bücherfests. Ganz gleich, welches Gastland glänzt, und welche Attraktionen sonst noch geboten sind: Wenn der syrisch-deutsche Erzähler Rafik Schami ans Mikrofon tritt, traditionell im Innenhof des Wilhelmsstifts, reichen tausend Sitzplätze nicht. Die Zuhörer klettern sogar auf die Ziersteine im Brunnen oder kauern auf den Stufen vor den schweren, alten Türen ins Gebäudeinnere, auf denen am Bücherfest-Wochenende Schilder mahnen: „Privat– Kein Zutritt“.

Das Tübinger Bücherfest: Literatur belebt die Stadt

Das Programm ist riesig: Die zahlreichen Veranstaltungen des Tübinger Bücherfest lockten Tausende Literartur-Fans in die Stadt. Bei Lesungen konnten sie Autoren ganz nahe sein, dazu gab es Theater und ein großes Freiluft-Antiquariat.

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Das Programm ist riesig: Die zahlreichen Veranstaltungen des Tübinger Bücherfest lockten Tausende Literartur-Fans in die Stadt. Bei Lesungen konnten sie Autoren ganz nahe sein, dazu gab es Theater und ein großes Freiluft-Antiquariat.

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Heiner Riethmüller rühmte am Samstagnachmittag „das Rafik-Schami-Wetter“: Sonnenschein, blauer Himmel, das sich nach dem nebligen Samstagmorgen einstellte. Der Osiander-Mitinhaber und Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels würdigte den 68-Jährigen nicht nur als Erzähler, sondern auch als politisch aktiven Menschen.

In diesem Sinne stellte der syrisch-deutsche Bestsellerautor seinem „poetischen Spaziergang durch Damaskus“ (seine Geburtsstadt) einen Blick auf die syrische Kriegslage voran. „Die großen Verlierer des Krieges sind immer die Kinder“, sagte Schami. „Die syrischen Kinder sind seit drei Jahren ohne Schule.“ In den Flüchtlingslagern lernten sie zu überleben. „Das ist gefährlich. Wer am schnellsten an eine Waffe kommt, hat die beste Chance zu überleben.“

Aktuell rückten die Kämpfe nach Damaskus vor. „Was geschieht dann? Wenn Amerika und Russland sich nicht einigen?“ Der Verein Schams sei darauf eingestellt, dass der Krieg in Syrien noch lange dauern könnte. „Wir haben Freunde im Libanon und in Jordanien, die nach den Projekten schauen.“ Schließlich kam der Schriftsteller doch noch auf seine Heimatstadt Damaskus zu sprechen, in die durch die Jahrtausende immer neue Eroberer eindrangen:. „Der eine hat ein paar römische Säulen vergessen, der andere ein Amphitheater.“

Britische Exzentrikerin wiederentdeckt

Auch Alexander der Große sei auf seinem Eroberungszug nach Afghanistan durch Damaskus gekommen und habe seine Stadtplaner zurückgelassen. Sie bauten die Stadt „nach dem Muster der Griechen“, mit großen Alleen und quadratischen Häuserblöcken, „fast wie in Mannheim“. Wegen der Vielzahl von Einflüssen seien die Damaszener „ein wenig verachtet“ bei den Arabern, sagte Schami. Sie gälten als „Bastarde“ mit 36 Vätern. Dafür sei ihre Gastfreundschaft berühmt.

Der Poetry-Slammer beim Tübinger Bücherfest: Patrick Salmen aus dem diesjährigen Gastland Schweiz am Samstagnachmittag hinter der Stiftskirche.Bild:Sommer

Zu den politischen Extremen des 20. Jahrhunderts führte die Autorin Susanne Kippenberger aus Berlin. Mit ihrer Biografie „Das rote Schaf der Familie“ hat sie die Kommunistin und Bürgerrechtlerin Jessica Mitford für das deutschsprachige Publikum wiederentdeckt – samt deren fünf kaum weniger exzentrischen Schwestern, darunter die mit den britischen Faschisten und mit Hitler sympathisierenden Diana und Unity Valkyrie.

Das vom Humor der Porträtierten inspirierte Zeitbild interessierte etwa 250 Zuhörer. Mehr passten nicht in den Museumssaal, weshalb etliche kehrtmachen mussten. Für die Schwester des Malers Martin Kippenberger war die Fahrt nach Tübingen auch „eine sentimentale Reise“, wie sie sagte. Die 57-Jährige hat hier Anglistik studiert, gemeinsam mit Ulrike Sander, mittlerweile in der Osiander-Geschäftsführung. Kippenberger ist seit 1989 Redakteurin beim Berliner „Tagesspiegel“. Im „Museum“ zu speisen leistete sie sich in ihrer Tübinger Zeit nicht. Aber sie erinnert sich noch an „den Jugoslawen“ in der Wilhelmstraße.

Hervorragend sei die diesjährige Bücherfest-Bilanz, sagte Osiander-Seniorchef Hermann-Arndt Riethmüller gestern Abend. „Das Wetter hat wunderbar mitgemacht. Die Besucher waren begeistert.“ Allein am Samstag kamen knapp 6000. Die Zahlen von 2013 (12.000 Gäste) werden mit Sicherheit übertroffen, so Riethmüller. Seine persönliche Favoritin war die Autorin Nino Haratischwili, bei der sich 400 Zuhörer drängten. „Eine junge Frau schreibt ein über tausend Seiten starkes Buch, das im Jahr 1900 beginnt und 2012 endet, und macht aus einer Familienchronik eine Geschichte des Jahrhunderts.“ Zur „Gebrauchsanweisung für die Formel 1“ wollten dagegen nur zehn Besucher. Das habe so kommen müssen in einer Stadt, deren Oberbürgermeister für Gratis-Busse eintrete. Kommentar: Bücherfest im Büroklammer-Test 18.05.2015 Der Charme des Lesens : Das Bücherfest lockte mehr als 12.000 Gäste in die Altstadt 17.05.2015

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Erstellt:
17. Mai 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Mai 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Mai 2015, 12:00 Uhr

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