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Berlin/Stuttgart

Daimler und BMW starten Aufbau von Mobilitätsdienst

Nutzer von Carsharing und Mitfahrdiensten bekommen künftig ein gemeinsames Angebot von Daimler und BMW.

22.02.2019

Von dpa/lsw

Harald Krüger (l), Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, und Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, geben sich die Hand. Foto: Bernd von Jutrczenka dpa/lsw

Berlin/Stuttgart. Damit wollen die beiden Autobauer ihre weltweite Position auf dem umkämpften und wachsenden Markt ausbauen. Die sonst konkurrierenden Konzerne investieren mehr als eine Milliarde Euro, um ihre bestehenden Angebote zu erweitern und zu verzahnen, wie sie am Freitag in Berlin zum offiziellen Start des Zusammenschlusses mitteilten. Sie bringen demnach eine Kundenbasis von mehr als 60 Millionen aktiven Nutzern mit.

Für die beiden bestehenden Carsharing-Flottennamen Car2go und DriveNow soll es eine Übergangszeit geben - bis zum neuen Namen Share Now. Durch den Zusammenschluss sollen in den kommenden Jahren weltweit bis zu 1000 neue Jobs geschaffen werden, darunter auch in Deutschland.

Das Ganze soll so aussehen: In einem Verbund sind fünf Gemeinschaftsfirmen zusammengefasst; der Hauptsitz wird in Berlin sein. Die Bereiche teilen sich auf in Carsharing (Share Now), Parken (Park Now), Ladestationen für Elektrofahrzeuge (Charge Now), Reiseplanung über eine Mobilitätsplattform (Reach Now) und Mitfahrdienste (Free Now). Die Transaktion wurde den Angaben zufolge am 31. Januar abgeschlossen.

BMW-Chef Harald Krüger und Daimler-Chef Dieter Zetsche betonten am Freitag, dass sie in dem Marktbereich gemeinsam stärker sein können. Dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge entspricht der Schritt dem Trend zur Digitalisierung: «Wenn man glaubt, man kann alles selbst machen, ist das im digitalen Zeitalter ein Irrweg.»

In Deutschland sieht sich die Carsharing-Branche im Aufwind. Immer mehr Menschen registrieren sich für die Dienste, 350 000 Nutzerkonten sind 2018 dazugekommen, wie der Bundesverband Carsharing diese Woche mitteilte. Insgesamt 2,46 Millionen Nutzerkonten gebe es mittlerweile.

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Erstellt:
22. Februar 2019, 12:59 Uhr
Aktualisiert:
22. Februar 2019, 13:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 13:50 Uhr

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