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Klimaanlagen

Daimler setzt umstrittenes Kältemittel ein

Im Streit um den Einsatz des Kältemittels R1234yf in Auto-Klimaanlagen lenkt Daimler ein. Nachdem er sich lange geweigert hatte, will der Konzern die umstrittene Chemikalie nun doch ab 2017 in großem Stil einsetzen.

21.10.2015
  • DPA

Stuttgart Das teilte der Autobauer gestern mit. Parallel wird Daimler von 2016 an die Modelle der S- und E-Klasse mit Klimaanlagen ausstatten, die Kohlendioxid (CO2) als Kühlmittel verwenden.

Hintergrund ist der Plan der EU-Kommission, ab dem Jahr 2017 klimaschädliche Chemikalien aus Autos zu verbannen. Die aktuell einzige marktreife Alternative R1234yf ging bei einem Daimler-Test im Herbst 2012 in Flammen auf.

Seitdem weigerten sich die Stuttgarter, das Mittel einzusetzen. Eine Schonfrist für ältere Modelle, die noch das klimaschädliche Kühlmittel R134a einsetzen, aber noch verkauft werden, gilt nur bis Ende 2016. Nur bereits zugelassene Autos genießen Bestandsschutz.

Nun sei es Daimler gelungen, die Gefahr einer Entzündung zu bannen. Technisch möglich sei das unter anderem durch den Einsatz des Gases Argon, das im Falle eines Unfalls ausströmen soll und die erhitzten Bauteile im Motorraum herunterkühlt. Dass die ungefährlicheren CO2-Klimaanlagen zunächst nur in zwei Modellreihen verbaut werden, begründet Daimler mit den höheren Kosten für die Klimaanlagen und Qualitätsanforderungen beim Hochlauf der Produktion.

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21.10.2015, 12:00 Uhr
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