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Däubler-Gmelin spricht S21-Gegnern Mut zu
Herta Däubler-Gmelin spricht bei einer Pressekonferenz in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm dpa/Berlin dpa/lsw
Stuttgart

Däubler-Gmelin spricht S21-Gegnern Mut zu

Zur 333. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 hat Ex-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) die Gegner des Bahnprojekts zu fortwährendem Protest aufgerufen.

09.08.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. «Sie haben nicht aufgegeben. Sie sind hartnäckig. Trotz Frust und immer wiederkehrenden Enttäuschungen aus vielen Richtungen», sagte sie am Montag auf dem Stuttgarter Schlossplatz nach einem vorab verbreiteten Manuskript. Ohne die Hartnäckigkeit der Demonstranten würden die «immensen Kostensteigerungen, die heute längst die Spatzen von den Dächern pfeifen, weiter in der bekannten unendlichen Warteschleife von taktischen Manövern geleugnet werden können».

Im Bundesverkehrswegeplan würden wegen S21 nun viele notwendige Schienenprojekte nicht berücksichtigt. «Das sind längst überfällige Ausbauten, Erhaltungsinvestitionen und Neubauten; sie konnten offensichtlich nicht berücksichtigt werden, weil die Steuergelder nicht ausreichen», sagte Däubler-Gmelin. «Und - ein Schelm der, der das nicht mit S21 und den realistischen Kostensteigerungen in Zusammenhang bringt.»

Anfang Juli hatten «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» berichtet, dass das umstrittene Bauprojekt bis zu zehn Milliarden Euro kosten könnte - statt der bisher veranschlagten 6,53 Milliarden. Bahnchef Rüdiger Grube hatte das zurückgewiesen.

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09.08.2016, 09:48 Uhr | geändert: 08.08.2016, 19:30 Uhr
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