Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Dänemark: Deutsche stirbt im Auto – Serientäter am Werk?
30 Kilogramm schwer: der Betonklotz, der in Dänemark von einer Brücke auf ein fahrendes Auto geworfen wurde und eine Frau erschlagen hat. Foto: Polizei Fünen/dpa
Betonplatte trifft Familie

Dänemark: Deutsche stirbt im Auto – Serientäter am Werk?

Mehrfach sind in Süddänemark Gegenstände auf Autos geworfen worden. Vom gleichen Täter, vermutet die Polizei. Am Sonntag starb eine Deutsche.

23.08.2016
  • ANDRÉ ANWAR

Odense. Wer wird der Nächste sein? Mit großem Unbehagen sind dänische Pendler gestern Morgen über die E20 bei Odense zur Arbeit gefahren. Am Morgen zuvor hatte jemand vier Betonklötze von einer der zahlreichen Autobahnüberführungen auf fahrende Autos geworfen.

Einige Fahrer sind mit dem Schrecken davongekommen. Eine 33-jährige Deutsche aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen jedoch kostete der Hinterhalt das Leben.

Die junge Mutter, ihr fünfjähriger Sohn und ihr Mann fuhren am frühen Sonntagmorgen auf der E20 auf der Insel Fünen Richtung Heimat. Plötzlich krachte ein 30 Kilo schwerer Betonklotz durch die Windschutzscheibe und warf das Auto aus seiner Fahrbahn.

Die Mutter saß auf dem Rücksitz hinter dem Vater, daneben ihr Sohn. Sie starb vor dessen Augen. Der Sohn kam mit leichten Verletzungen davon, der 36-jährige Vater wurde sehr schwer verletzt.

„Der Kleine wurde inzwischen von deutschen Verwandten abgeholt“, sagte Charlotte Nyborg von der Polizei in Fünen unserer Zeitung. Der Vater werde wahrscheinlich überleben, aber sein Zustand sei noch kritisch. „Wir fahnden nun unter der Rubrik Mord. Wer so große Steine auf Autos wirft, hat das Ableben der Insassen zum Ziel.“

Meldungen deutscher Medien, die Täter hätten gezielt auf Autos mit deutschen Nummernschildern geworfen, dementierte Nyborg. Allerdings könnte es sich um einen Serientäter handeln. Denn bereits am 31. Januar hatte jemand von der gleichen Brücke große Steine auf Autos geworfen und eine Familie getroffen. Alle überlebten damals, die Mutter erlitt einen Gehirnschaden.

Zudem melden sich jetzt Autofahrer, die kürzlich Ähnliches erlebt haben. So schreibt die Zeitung „Fyns“, dass auch am Samstag ein Auto von einem Felsbrocken getroffen wurde.

Das Auto des Helikoptermechanikers Kenneth Faaborg Schroder ist am Donnerstag um 0.20 Uhr von einer Autobahnbrücke nahe Odense der E20 mit einem zwei Meter langen Baumstamm beworfen worden. Er fuhr 110 Stundenkilometer, kam aber mit dem Schrecken davon. „Ich saß da und hörte mein Hörbuch“, sagte er der Zeitung „Ekstra Bladet“. „Genau, als ich unter der Brücke durchfahren will, kommt ein langer brauner Gegenstand auf mich zu.“

Weil die Steine schwer waren, geht die Polizei davon aus, dass es sich nicht um einen bösen Kinderstreich gehandelt haben kann. „Das ist das Schlimmste“, sagt auch Schroder. „Zu wissen, dass es nicht dumme Kinder gewesen sind. Dazu sind die Gegenstände zu groß.“

Mittlerweile hat sich eine Firma gemeldet und berichtet, dass das ihre Steine waren. Nyborg: „Die werden zum Bau von Schallschutzmauern genutzt.“ Die erste Spur.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.08.2016, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular