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Fußball-Bundesliga

DFL: Erste Runde im harten Kampf um die TV-Erlöse

Vor der heutigen Versammlung fordert Branchenführer FC Bayern mehr Geld von der Liga, sonst drohen die Münchner mit dem Ende der Solidarität.

02.12.2015
  • SID

Frankfurt. Geld - oder ein Leben ohne die Bayern: Wenn sich die Klubchefs heute im Frankfurter Marriott-Hotel treffen, steht die Zukunft des Finanzmodells Fußball-Bundesliga auf dem Spiel. Die Vereinsbosse haben mit Blick auf die erhoffte Milliarde des neuen Fernsehvertrags Dollarzeichen in den Augen und wollen mehr Kohle für ihre Klubs, allen voran der ohnehin schon übermächtige Branchenführer Bayern München. Der Ligaverband steht vor einer fast unlösbaren Aufgabe, im Hauen und Stechen des Verteilungskampfs droht der Solidargemeinschaft das Aus.

Zuletzt drohte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der Bayern, fast täglich mehr oder weniger direkt mit dem Ausstieg des Rekordmeisters aus der Zentralvermarktung des Profifußballs. Sein Klub sei zwar grundsätzlich bereit, "sich der zentralen Vermarktung unterzuordnen. Aber es gibt Grenzen, die hier nicht überschritten werden sollten", sagte der Bayern-Boss zuletzt im Fachmagazin Kicker.

Im Klartext heißt das: Die Bayern fürchten um ihre angeblich auf dem Spiel stehende internationale Wettbewerbsfähigkeit und wollen eine deutliche Steigerung ihrer TV-Einnahmen von derzeit rund 50 Millionen Euro pro Saison. Andernfalls liebäugelt der deutsche Vorzeigeklub mit dem Schritt in die Einzelvermarktung, der ihm wohl mehr als 200 Millionen pro Spielzeit einbringen dürfte. Damit wäre das Ende des Wettbewerbs an der Spitze der Bundesliga besiegelt.

Doch die Bayern stellen nur eine Fraktion im Kampf um die Milliarde Euro, die es ab der Saison 2017/18 geben soll - obwohl der neue TV-Vertrag erst im Frühjahr abgeschlossen werden soll. Es gibt mindestens drei weitere Interessengruppen bei den Profiklubs, die in der laufenden Saison 850 Millionen Euro aus den Medienerlösen kassieren. Da sind die Traditionsvereine wie Borussia Dortmund, Schalke 04 und Eintracht Frankfurt. Sie fordern, das Geld nicht mehr nur erfolgsabhängig zu verteilen. Sie pochen auf "weiche" Kriterien wie TV-Zuschauerzahlen, Fanaufkommen und Beliebtheit. An nächster Stelle kommen die "Werksklubs" wie Leverkusen und Wolfsburg. Sie wären froh, wenn alles beim Alten bleiben würde. Am Ende der Nahrungskette stehen die Zweitligisten. Sie müssen befürchten, dass bei ihren 20 Prozent der Einnahmen gekürzt wird.

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02.12.2015, 08:31 Uhr
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