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DFB gegen Beckenbauer und Ex-Präsidenten

06.02.2016
  • SID

Köln. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht in der Affäre um die WM 2006 gegen Franz Beckenbauer, seine ehemaligen Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den Weltverband Fifa vor, um mögliche Schadenersatzforderungen nicht verjähren zu lassen. Der DFB bestätigte Berichte der Süddeutschen Zeitung, des NDR und des WDR, dass er ein außergerichtliches Verfahren eingeleitet habe.

"Der DFB hat die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um eine etwaige Verjährung von Ansprüchen des gemeinnützigen Verbandes zu verhindern", hieß es in der Mitteilung. Es geht um mögliche Ansprüche in Höhe von mindestens 6,7 Millionen Euro. Dieser Betrag war vor der WM 2006 an den Weltverband Fifa gezahlt worden und nach derzeitigem Stand der Ermittlungen in einer schwarzen Kasse gelandet.

Das Verfahren richtet sich gegen Beckenbauer, der das WM-Organisationskomitee geleitet hatte, die damaligen OK-Vize Zwanziger und Niersbach, Ex-DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie den Beckenbauer-Vertrauten Fedor Radmann. Weitere Adressaten sind der Testamentsvollstrecker des verstorbenen Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus und die Fifa.

Sollte dem DFB wegen der WM-Affäre rückwirkend die Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006 aberkannt werden, könnte der Gesamtschaden bis zu 25 Millionen Euro betragen.

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06.02.2016, 08:30 Uhr
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