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Kommentar

DFB: Kaum Licht im Dunkeln

Die Erwartungen an die Kanzlei Freshfields waren hoch: Sie sollte im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) klären, ob die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, das sogenannte "Sommermärchen", gekauft war oder nicht.

05.03.2016
  • GEROLD KNEHR

Doch Licht ins Dunkel konnte Freshfields nicht bringen. Sie deckte zwar auf, auf welchen vom DFB verschleierten Wegen die 6,7 Millionen Euro über den Weltverband Fifa an eine von dem gesperrten ehemaligen Fifa-Funktionär Mohamed bin Hammam kontrollierte Firma in Katar flossen und dass es einen Deal der einstigen Lichtgestalt Franz Beckenbauer mit dem korrupten früheren Fifa-Vizepräsidenten Jack Warner gab. Hinreichende Belege dafür, dass Stimmen für das Sommermärchen gekauft wurden, konnte die Kanzlei allerdings nicht beibringen.

Doch auch das, was nun ans Licht kam, reicht aus, um die Affäre weiterschwelen zu lassen. Verschwundene Akten, rätselhafte Verträge, fehlende Aussagen von Beteiligten - der Fall bleibt ungelöst. Die aktuelle DFB-Führung hat mit der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse zwar gezeigt, dass sie um Transparenz bemüht ist. Doch das allein reicht nicht aus. Die Wahl des designierten Präsidenten Reinhard Grindel am 15. April sollte der DFB zu einem kompletten Neuanfang nutzen - ohne belastete Personen wie Vorgänger Wolfgang Niersbach, der momentan noch den deutschen Verband bei der Uefa und der Fifa vertritt.

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05.03.2016, 08:30 Uhr
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